Schutznetze für Gemüse

Schutznetze für Gemüse
Unbehelligt von Schädlingen gedeihen unter einem Vlies frische Aussaaten und kleine Pflanzen.- Foto: Christine Mall

Mit den ersten warmen Frühlingstagen erwachen auch Gemüsefliegen zu neuem Leben und freuen sich schon auf unsere Jungpflanzen. Was tun? So sorgen Sie vor.

Ab April oder Mai schlüpft die erste Generation, um ihre Eier am Wurzelhals der Wirtspflanzen abzulegen. Das sind Möhren, Sellerie und Petersilie bei der Möhrenfliege, Zwiebeln und Porree bei der Zwiebelfliege und Kohlpflanzen, Radieschen und Rettich bei der Kleinen Kohlfliege.

Wie kann ich mein Gemüse vor Schädlingen schützen?

Sicheren Schutz gewähren Vliese und Gemüsefliegennetze, die rechtzeitig, am besten schon im März oder April, über die frischen Aussaaten oder kleinen Pflänzchen ausgebreitet und an ihren Rändern lückenlos in der Erde eingegraben werden. Die Maschen der Netze dürfen dabei nicht größer sein als 1,6 mm.

Da im Sommer eine zweite, zuweilen sogar eine dritte Generation Fliegen zur Eiablage aufbricht, lohnt es sich, richtige Tunnels aus Netzen und Drahtbügeln zu errichten, unter denen die Pflanzen bis wenige Wochen vor der Ernte verbleiben können.

Der Geruch von Jauche und Stallmist lockt Gemüsefliegen an, deshalb düngen Sie die Beete damit besser nicht erst kurz vor der Aussaat oder Pflanzung.

Die Eiablage wird den Tieren erschwert, wenn der Wurzelhals der Pflanzen mit etwas Erde angehäufelt ist.

Schutznetze sperren diese Schädlinge aus:

Bohnen: Bohnenfliege
Kohlgemüse (Kohl, Kohlrabi, Chinakohl, Rauke): Kohlfliege, Kohlweißlinge, Kohlmotte,    Kohleule, (Mehlige Kohlblattlaus,Erdflöhe)
Lauch: Lauchmotte, Minierfliege
Möhren, Pastinaken: Möhrenfliege, Möhrenminierfliege
Petersilie: Möhrenfliege
Radies, Rettich: Kohlfliege
Spinat: Rübenfliege
Zwiebel, Schnittlauch: Zwiebelfliege
alle Gemüse: Hasen, Kaninchen, Vögel (Tauben), Katzen, Hagel, starker Regen

Naturgemäße Methode

Seit vor etwa 30 Jahren die ersten Schutznetze für Gemüse auf den Markt kamen, haben sie sich bei den Profianbauern wie bei den Hobbygärtnern gleichermaßen durchgesetzt. Sie sperren Gemüsefliegen aus und helfen dadurch große Mengen an Spritzmitteln einzu- sparen. Dies ist eine effiziente und gleichzeitig sehr naturnahe Methode, die dem Gärtner große Vorteile verschafft, ohne die am Gemüse interessierten Insekten zu töten.

Die Netze lassen Licht, Luft und Wasser nahezu ungehindert passieren,selbst zum Gießen muss man das Netz nicht abnehmen, nur hin und wieder zum Jäten.

Je nach Maschenweite (1,35 x 1,35 mm, 0,8 x 0,8 mm) halten sie kleinere (Erdflöhe, Läuse) oder größere Schädlinge (Fliegen, Falter) auf Abstand.

Teilen