Bauanleitung Schwalbennest

Bauanleitung Schwalbennest
Mehlschwalben bauen Nester aus Lehm. Mit künstlichen Pfützen kann man ihnen helfen. - Foto: Alta Oosthuizen / stock.adobe.com

Eine Mehlschwalbe macht noch keinen Sommer? Damit es wieder viele werden, helfen wir ihnen beim Nester bauen.

Die Mehlschwalbe

Einst baute die Mehlschwalbe ihre kunst­vollen Lehmnester an Felswänden oder Küstenklippen, wie noch heute auf der Insel Rügen. Doch schon seit langem hat sie sich dem Menschen angeschlossen und nutzt rau verputzte Häuserwände unter geschützten Dachvorsprüngen zum Nestbau. Dort brütet sie oft in großen Kolonien.

Gebäude sowie Ortschaften in der Nähe von Gewässern werden bevor­zugt, denn dort jagen Mehlschwalben be­sonders an kühleren Sommertagen nach Insekten.

Lehmnester bauen

Mehlschwalben bauen Nester aus Lehm, den sie mit Speichel zu festen Klümpchen vermischen. Damit die Flieger leichter Baumaterial finden, kann man ihnen künstliche Pfützen anbieten: Diese sollten zwischen einem halben und einem Qua­dratmeter groß sein. Reichern Sie diese mit Lehm an und halten diese im Sommer stets feucht.

Auch mit künstlichen Schwal­bennestern können Sie helfen. Bringen Sie immer mehrere an, wie beispielsweise un­ter dem Dachüberstand, auf der wind-­ und wettergeschützten Hausseite.

Die Haus­wand sollte frei anfliegbar sein, darf also weder durch Bäume verdeckt oder be­wachsen sein und sollte mindestens 2,5 m über dem Boden hängen. Die ehemaligen Felsenbrüter nehmen sonst das Kunstnest nicht an.

Auch alte Nester werden oft wie­der verwendet. Das Zerstören der Nester, auch wenn diese verlassen sind, ist durch das Naturschutzgesetz verboten.

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