So fühlen sich Fledermäuse im Garten wohl

Fledermäuse locken
Leimkraut (Silene-vulgaris) - Foto: Madeleine / stock.adobe.com

Gewöhnliches Leimkraut und Wegwarte locken die nächtlichen Flugkünstler herbei.

Wenn es im Sommer dämmrig wird, kann man sie lautlos durch die Luft schießen sehen: Fledermäuse auf der Jagd nach Insekten. 25 Fledermausarten sind in Deutschland heimisch, doch die Schönen der Nacht sind bedroht, weil sie unter Wohnungs- und Nahrungsnot leiden. So können Sie helfen:

Quartiere und Nahrung für Fledermäuse

Der Garten sollte möglichst vielfältig gestaltet sein, etwa mit einer artenreichen Wiese und heimischen Stauden statt englischem Rasen. Statt einer blickdichter Thujahecke sollten heimische Gehölze, wie Holunder und Hundsrose, gepflanzt werden.

„Ein solcher Garten ist für Insekten attraktiv und damit auch für Fledermäuse, die von ihnen leben“, sagt Marja Rottleb, Gartenexpertin vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).  „Ein eigenes Fledermausbeet mit nachtblühenden, nektarreichen Blütenpflanzen ist wie ein Feinschmeckerlokal für die Tiere. Diese Pflanzen locken durch ihren intensiven Duft Nachtfalter, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten, an. Dazu zählen beispielsweise das gewöhnliche Leimkraut, Seifenkraut und die Wegwarte.“

Wasser schafft Vielfalt

Gut für Fledermäuse ist es auch, einen Teich anzulegen. Das Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch. „Je artenreicher der Garten, desto mehr Insekten tummeln sich dort“, sagt Rottleb. „Ganz wichtig: Verzichten Sie auf Insektizide und andere Gifte.“

Totholz oder Höhlenkasten

Auch bei der Wohnungsnot können Gärtner Fledermäusen helfen. Höhlen in alten Bäumen, alte Keller oder Kartoffelmieten werden gern als Winterquartier genutzt, wenn sie kühl, feucht und frostfrei sind. Wo es das nicht gibt, kann Wohnraum geschaffen werden. „Künstliche Quartiere wie Fledermausbretter oder Flachkästen an Giebelwänden sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gerne angenommen“, sagt Sebastian Kolberg, NABU-Fledermausexperte. „Viele Kästen kann man aber auch in Bäumen anbringen. Geeignete Fledermauskästen gibt es im Fachhandel – oder man baut sie einfach selbst.“

Quelle: NABU

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