Lenzrosen – richtig pflanzen und pflegen

So klappt es mit Lenzrosen
Eine kleine Gruppe blühender Lenzrosen (Helleborus orientalis) – Foto: Robert Knapp / stock.adobe.com

Die Lust auf Blüten steigt, doch im Garten machen sie sich noch ziemlich rar. Wie gut, dass es die Lenzrosen gibt, die unbedingt schon jetzt ihre bunten Köpfchen zeigen wollen. Was Gärtner tun können, damit die Gute-Laune-Boten sich auch wohlfühlen.

So klappt es mit Lenzrosen

Standort: Lenzrosen (Helleborus orientalis) lieben humose, gerne etwas kalkhaltige Böden im Halbschatten. Aber sie gedeihen auch in der Sonne, wenn es dort, von Winter bis Frühjahr, feucht genug ist. Eine jährliche Kompostgabe im Februar oder März sorgt für gutes Wachstum.

Pflanzzeit: Von Herbst bis zum Frühling ist die beste Zeit für einen Ortswechsel. Sommers gönnen sich Lenzrosen eine Pause und gewöhnen sich schlecht an neue Plätze.

Pflege: Arbeit gibt es mit den Frühaufstehern kaum. Im Gegenteil, am besten lässt man sie ungestört, dann hat man über Jahrzehnte Freude an ihnen. Tipp: Die Blüten kommen noch besser zur Geltung, wenn man im ausgehenden Winter das alte Laub entfernt.

Nachbarn: Ideale Begleiter sind  Winterlinge, Schneeglöckchen, Kissenprimeln und Leberblümchen. Danach passt alles, was filigran wirkt – etwa Farne, Akeleien und Wolfsmilch.

Krankheiten und Schädlinge: Gut eingewurzelte Lenzrosen sind sehr robust und pflegeleicht. Nur: Bei den ersten Anzeichen von Pilzbefall betroffene Blätter sofort entfernen.

Lenzrosen und die Vielfalt der Sorten

Züchter haben die Stammmutter der Lenzrosen mit diversen Vertretern der Gattung Helleborus gekreuzt. Inzwischen existieren unzählige Sorten unter dem Namen Helleborus-Hybriden, und ständig tauchen neue auf.

Jetzt pflanzen?

Wenn Sie jetzt Lust auf Helleborus bekommen haben und der Boden nicht gefroren ist, dann sind die kommenden Wochen genau richtig, um ein paar Lenzrosen im Garten zu pflanzen.

Lenzrosen im Topf

Auch in Gefäßen gedeihen Lenzrosen. Im Topf kann man die nickenden Blüten in Augenhöhe bewundern. Doch man muss beachten, Lenzrosen sind Starkzehrer und brauchen ordentlich Futter. Im Winter müssen die Töpfe warm eingepackt werden, um das empfindliche Wurzelwerk zu schützen.

Lenzrosen oder Christrosen?

Lenzrosen (Helleborus orientalis) sind keine Christrosen (Helleborus niger)! Beide gehören sie zur Gattung Helleborus. Weil es Lenzrosen auch mit einfachen weißen Blüten gibt, kommt es tatsächlich immer wieder zur Verwechslung mit Christrosen, die ausschließlich weiß blühen. Lenzrosen blühen später als Christrosen, die schon um die Weihnachtszeit blühen.

Mehr über Lenzrosen und ihre zahlreichen Sorten lesen Sie in kraut&rüben 02/2018. Restbestände von alten Ausgaben gibt es in unserem Shop.

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