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Stangenbohnen anbauen

Stangenbohnen liefern viel Ernte auf wenig Raum. Mit diesen Tipps zum Bohnen säen und Bohnengerüst bauen, reifen bis zum Sommer reichlich Bohnen zum Sofort-Essen und für den Vorrat.

Bohnengerüst bauen und Stangenbohnen säen.

Stangenbohnen sind wärmebedürftig

Stangenbohnen brauchen etwas mehr Wärme als Buschbohnen. Reservieren Sie ihnen deshalb ein möglichst sonniges und windgeschütztes Beet im Garten. In diesem Beet:

  • sollten in den 4 bis 5 Jahren zuvor keine Erbsen gewachsen sein.
  • sollten Mulch und Gründüngung 2 bis 3 Wochen vor der Bohnen-Aussaat entfernt werden. Verrottendes Pflanzenmaterial zieht die Bohnenfliege an.
  • sollte der Boden humos und tiefgründig sein.

Bohnen erst nach den Eisheiligen säen

Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris) sind sehr frostempfindlich. Ihre Vorfahren stammen aus Mittel- und Südamerika. Deshalb lohnt es sich, mit der Aussaat bis Mitte Mai, also bis nach den Eisheiligen zu warten. In zu kalten Boden gesäte Bohnen sind zudem anfälliger für die Maden der Bohnenfliege. Nach der Frostgefahr gesäte Stangenbohnen keimen und wachsen schnell.   

Bohnen anbauen leicht gemacht

  • Bohnen benötigen keinen Dünger, sie zählen zu den Schwachzehrern.
  • Ein humoser, mit etwas Kompost versorgter Gartenboden hält genügend Nährstoffe bereit.
  • Legen Sie um jede Bohnenstange in einer Tiefe von etwa 2 cm 4–6 Bohnenkerne, sodass Sie einen Pflanzabstand von 5–10 cm einhalten.
  • Schütten sie die Saatlöcher von Hand mit Erde zu.
  • Gießen Sie die Bohnen-Saat gut an.
  • Bohnen können bis Ende Juni nachgesät werden und holen Rückstände bei mildem Sommerwetter schnell auf.

Stangenbohnen vorziehen

Um Ausfällen durch die Bohnenfliege und Schneckenfraß vorzubeugen, können Bohnen auch im Haus an einem Fenster vorgezogen werden. Dazu ab Mitte April Bohnenkerne einzeln in kleine Töpfe mit Aussaaterde stecken. Mitte Mai pflanzt man die jungen Bohnenpflanzen ins Beet. Dort wachsen sie Maden und Schnecken schneller davon als Sämlinge.

Buschbohnen wie auch Stangenbohnen tut es gut, wenn man die jungen Pflanzen rundherum mit Erde anhäufelt. Das gibt ihnen Halt und sorgt für kräftiges Wurzelwachstum.

Bohnengerüst bauen

Stangenbohnen benötigen ein Klettergerüst, an dem sie sich emporwinden können und das besser vor der Bohnen-Aussaat gebaut wird. Je nach Beetgröße bieten sich verschiedene Formen an. Bewährt haben sich Konstruktionen aus Haselnussstecken, Bambusstäben oder anderen stabilen Hölzern, die entweder zu einer Art Tipi aus drei bis fünf Stangen aufgestellt und an der Spitze verschnürt werden oder als klassisches Zeltdach aus zweireihigen Stangenpaaren mit Querstange als First errichtet werden, wie in unserem Video.

Wichtig ist, dass die Stangen möglichst tief und fest in die Erde gerammt werden, damit die Konstruktion auch im belaubten Zustand dem Wind standhält. Mit einer Eisenstange lassen sich die Löcher leicht vorbohren.

Stangenbohnen winden sich gegen den Uhrzeigersinn, also links herum um ihre Rankhilfen. Sie bekommen schneller Halt, wenn Gärtner beim Wickeln anfangs etwas nachhelfen. Waagreche Stäbe oder Latten erklimmen Bohnen nicht.

Vom Stangenbohnen säen bis zur Bohnenernte dauert es je nach Witterung 8 bis 12 Wochen.

Der kraut&rüben Tipp:

Als guter Mischkultur-Partner gilt Bohnenkraut – sowohl das einjährige Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis) als auch das mehrjährige Bergbohnenkraut (Satureja montana). Bohnenkraut soll die Schwarze Bohnenlaus abwehren. Außerdem gehört es zu Bohnengerichten wie der Dill zum Gurkensalat.

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