Steckbrief: Felsenbirne

Steckbrief: Felsenbirne
Die Felsenbirne trägt leckere Früchte - Foto: merrymoonmary / istockphoto.com

Die Felsenbirne (Amelanchier spec.) gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae) und ist ein sehr pflegeleichter Strauch. Dieser trägt außerdem köstliche Früchte, weshalb die Felsenbirne eine empfehlenswerte Erweiterung für Ihren Garten ist.

Herkunft und Wuchs der Felsenbirne

Herkunft: Von den etwa 25 bekannten Arten der Felsenbirne stammen fast alle aus Nordamerika. In Europa ist nur die Gewöhnliche Felsenbirne – auch Gemeine Felsenbirne genannt (Amelanchier ovalis) – heimisch. Die Asiatische Felsenbirne (Amelanchier asiatica) hat ihren Ursprung im ostasiatischen Raum.

Wuchs: Die sommergrünen Felsenbirnen wachsen meist als Sträucher und ihre Höhe schwankt je nach Art zwischen 1 m und 16 m. Auch einstämmige Bäume mit überhängenden Zweigen kommen vor. Die Blätter werden bis zu 7 cm lang und sind bei einigen Arten, z. B. der Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii), beim Austrieb kupferartig gefärbt.

Blüte und Frucht

Die zarten weißen Blüten der Felsenbirne erscheinen von Mitte April bis Anfang Juni. Anschließend reifen nach und nach erbsengroße rote bis violette Früchte. Wie bereits eingangs erwähnt, sind die beerenartigen Früchte der Felsenbirne essbar. Die ersten können bereits Ende Juni, die letzten im August geerntet werden.

Standort und Pflege der Felsenbirne

Standort: Felsenbirnen sind anspruchslos und winterhart. Sie bevorzugen trockene, durchlässige und eher kalkhaltige Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Frost, Hitze und die Abgase der Stadt ertragen sie problemlos. Die ideale Pflanzeit für Ihre Felsenbirne ist entweder im Frühjahr oder im Herbst.

Pflege: Felsenbirnen sind sehr pflegeleicht. Außer einer Düngung im Frühjahr machen sie so gut wie keine Arbeit. Auch Schnitt vertragen sie gut. Eventuell sollten Sie die Sträucher alle paar Jahre auslichten und dabei alte Triebe bodennah entfernen.

Verwendung

Im 16. Jahrhundert begann man in Mitteleuropa die Felsenbirne als Obstgehölz anzubauen. Die Früchte verarbeitete man zu Marmeladen, Säften oder Likören. Heute hat der schirmförmige Strauch der Felsenbirne wegen seiner weißen Blüten, bunten Beeren und dem herrlichen Herbstlaub vor allem als Ziergehölz einen festen Platz in Gärten und Parks.  .

Verschiedene Sorten der Felsenbirne

Für den Erwerbsanbau wurden ein paar großfrüchtige Sorten gezüchtet, etwa die Hybridpflanze „Ballerina“ (Amalanchier lamarckii). Weitere beliebte Sorten sind außerdem die Kanadische Felsenbirne (Amalanchier canadensis) sowie die die Erlenblättrige Felsenbirne (Amelanchier alnifolia).

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