Hirschhornwegerich im Steckbrief – Anbau und Pflege auf einen Blick

Hirschhornwegerich im Steckbrief – Anbau und Pflege auf einen Blick
Hirschhornwegerich gehört zu den intalienischen Salatspezialitäten – Foto: Robert Biedermann / stock.adobe.com

Hirschhornwegerich war einst in Klostergärten zu Hause. Die bissfesten, leicht bitteren Blätter eignen sich als Beigabe im Salat oder werden wie Spinat zubereitet.

Das wiederentdeckte Kraut zählte früher zu den Kostbarkeiten im Kräutergarten. Wild wächst das Kraut in Meeresnähe. In der Toscana ist der Hirschhornwegerich unter dem Namen erba stella eine hochgeschätzte Spezialität.

Hirschhornwegerich – Anbau und Pflege auf einen Blick

Botanik: Der Hirschhornwegerich (Plantago coronopus), auch Ziegenbart genannt, gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Im Gegensatz zum Spitzwegerich (P. lanceolata) und Breitwegerich (P. major) sind seine Blätter gezähnt.

Anbauen: Aussaat ins Beet von April bis August in einem Abstand von 20 bis –25 cm

Standort: sonnig bis halbschattig Boden: durchlässig, humos

Düngen: etwas Kompost als Starthilfe einarbeiten; bei Bedarf nach einem rigorosen Ernteschnitt im Sommer flüssig (organisch) nachdüngen

Pflegen: jäten und in Trockenperioden gießen, evtl. Blütenstände auszwicken; bei Bedarf im Winter mit etwas Reisig oder Vlies schützen

Ernten: ganzjährig möglich, auch im Winter. Nach Bedarf einzelne Blätter abknipsen oder die Rosette knapp über dem Herz abschneiden, damit sie neu austreibt.

Mehrjährig: Hirschhornwegerich ist ein mehrjähriges Kraut. Die tief verzweigten Pfahlwurzeln überdauern den Winter.

In der Küche: junge Blätter als Salatzugabe verwenden, ältere Blätter als Gemüse (wie Spinat). Blätter schmecken nussig-würzig, je nach Standort auch salzig. Die pikante Note passt zu Käse, Obst und Nüssen.

Heilkraut: Heilkräfte der Wegerich-Arten werden gegen Entzündungen und Erkältungen eingesetzt, ebenso als Linderung bei Insektenstichen.

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