Steckbrief: Koriander

Koriander
Foto: tevalux11 / stock.adobe.com

Kaum ein Gewürz unterstützt den Eigengeschmack von Pikantem und Süßem gleichermaßen.

Koriander (Coriandrum sativum) gehört wie Dill, Anis, Petersilie, Fenchel, Möhren oder Sellerie zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae, früher Umbelliferae).

Anbau: einjähriges Gewürz

Standort: sonnig; lockerer, gut durchlüfteter, nicht allzu leichter Boden

Aussaat: Samenkoriander ab März im (Gewächs-)Haus vorziehen;
Samen- und Blattkoriander ab April direkt ins Beet säen,
2– bis 5 cm tief; keimt ab 10 °C

Pflanzung: ab Anfang Mai

Abstand: Samenkoriander 20 x 15 cm; Blattkoriander alle vier Wochen satzweise in Reihen säen, Abstand zwischen den Reihen etwa 20 cm

Plagen: Schnecken, Wanzen, Welke (Fusarium, Verticillium, Pseudomonas)

Blüte: 4 bis –6 Wochen nach der Saat

Blatternte: nach Bedarf, sobald die Pflanzen 10 bis –15 cm hoch sind; sie wachsen nach, mehrmaliger Schnitt möglich

Samenernte: Samenreife im August, September

Verwendung: Blätter und Samen zum Würzen von Speisen

Zubereitung: Blätter und Samen; die Blätter grob zerkleinern, roh verwenden oder erst kurz vor dem Servieren Suppen und anderen gekochten Speisen zugeben;
Samen ganz oder gemahlen mitkochen, -braten oder -backen.

Inhaltsstoffe:  ätherisches Öl, (Blätter:) Calcium, Eisen, Carotinoide

Wirkung: fördert die Verdauung, wirkt krampflösend, beruhigend und löst Blähungen auf; wirkt leicht desinfizierend

Allergie: Wer auf Pollen von Birke, Hasel, Erle oder Beifuß allergisch reagiert, entwickelt häufig auch eine Allergie gegen Sellerie. Da dieser eng mit Koriander verwandt ist, ist für Betroffene das Risiko hoch, dass sie auch dieses Gewürz nicht vertragen.

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