Steckbrief Quitte

Susanne Schmich  / pixelio.de
Susanne Schmich / pixelio.de

Goldgelbe Frucht, weiche Schale, verführerischer Duft – ihr Aroma erinnert an Zitronen und Äpfel.
 
Die Quitte (Cydonia oblonga) gehört wie Apfel, Birne, Zwetschge, Kirsche, Brombeere oder Weißdorn zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
 
 
Es gibt:
Birnenquitten         (Cydonia oblonga var. oblonga)
und Apfelquitten    (C. oblonga var. maliformis).
 
Standort: sonnig, geschützt; leichte, nicht zu kalkreiche Böden
 
Pflanzabstand: 1,5 x 1,5 m
 
Pflanzung: im Herbst (oder Frühjahr)
 
Wuchs: Sträucher oder kleine Bäume
 
Düngung: Kompost im zeitigen Frühjahr (20 l/Baum)
 
Blüte: Mai/Juni; große weiße bis rosafarbene Kelchblüten mit bis zu 5 cm langen Blütenblättern
 
Blätter: Knospen flaumig behaart, eiförmige, dunkelgrüne, große Blätter mit filzigen Unterseiten
 
Frucht: 300–500 g schwer; 8–15 cm im Durchmesser; jede Kammer des Kerngehäuses beherbergt 6–8 Kerne.
 
Plagen: Spitzendürre und Fruchtfäule (Monilia), Feuerbrand (meldepflichtig!),
Blattbräune, Steinfrüchtigkeit; selten Blatt- und Schildläuse, Frostspanner, Apfelwickler
 
Ernte: je nach Sorte September oder Oktober, zu spät geerntete Früchte sind nicht lange haltbar, ihr Fruchtfleisch verbräunt, Aroma geht verloren.
 
Lagern: nach der Ernte benötigen Quitten 2–4 Wochen Nachreife, um ihr volles Aroma zu entwickeln.
 
Verarbeitung: als Saft, Gelee, Mus; Flaum vor dem Verarbeiten abreiben
 
Inhaltsstoffe der Früchte: Vitamin C, Vitamin B, Carotinoide, Mineralstoffe (wie Kalium), sehr viel Pektin, Biophenole (Gerbstoffe, Flavonoide)
 
Inhaltsstoffe der Samen: Blausäure, fettes Öl, Schleimstoffe
 
 
Foto: Susanne Schmich  / pixelio.de
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