Steckbrief: Rettich

Rettich (Raphanus sativus var. niger) ist der Vorfahr des Radieschen und als Familienmitglied der Kreuzblütler (Brassicaceae) eng mit den Kohlarten verwandt.
 
Standort: sonnig bis halbschattig; tiefgründig lockerer, humoser Boden
 
Anbauen: geschützte Kultur ab Februar; Freiland-Anbau ab März bis August (Sortenwahl beachten)
 
Aussäen: Saattiefe 2 cm, innerhalb der Reihe auf 15–20 cm vereinzeln, Reihenabstand 20–25 cm
 
Düngen: Reifekompost (bis 3 l/m2) als Grunddüngung; nach 3–4 Wochen evtl. Stickstoff (z. B. Hornmehl) nachdüngen
 
Pflegen: sparsam gießen, bis die Rüben bleistiftdick sind, dann Boden gleichmäßig feucht halten; gelegentlich jäten und hacken
 
Schützen: Vlies (im Frühjahr) oder Gemüseschutznetz zur Abwehr der Rettichfliege; vorbeugend gegen Rettichschwärze: keinen frischen Stallmist düngen, Fruchtwechsel einhalten, tolerante Sorten wählen (z. B. Daikon-Rettiche)
 
Ernten: meist nach 8–10 Wochen; späte Sorten nach etwa 14 Wochen
 
Lagern: Frühjahrs- und Sommersorten sind im Kühlschrank etwa 1 Woche haltbar; Winterrettich kann kühl eingeschlagen oder eingemietet bis ins Frühjahr gelagert werden
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