Steckbrief: Rhabarber

Steckbrief Rhabarber / © doethion / stock.adobe.com

Rhabarber (Rheum rhabarbarum) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist eine frostharte Staude.

Ein enger Verwandter ist der Medizinal-Rhabarber (Rheum palmatum) mit tief eingeschnittenen Blättern, der als Abführmittel genutzt wird.

Standort: sonnig bis halbschattig, gedeiht in jedem Gartenboden außer auf schweren, kalten, nassen Böden (Wurzeln faulen!); hohe Erträge liefern Pflanzen auf warmen, tiefgründigen Standorten

Vermehrung: durch Teilen der Wurzelstücke

Pflanzung: im Herbst (und Frühjahr), Rhabarber sollte alle 7–8 Jahre (mit dem Spaten) geteilt und verpflanzt werden. Einen halben Eimer voll Kompost ins Pflanzloch geben und mit Erde vermischen. Die Wurzelstöcke etwa eine Handbreit hoch mit Erde bedecken.

Abstand: 1,5×1,5 m

Düngung: im Frühjahr etwa 5 l Kompost geben; nach der Ernte einen Eimer voll Kompost (10 l) pro Pflanze oberflächlich einarbeiten.

Pflege: bei Trockenheit gießen. Für maximalen Ertrag Blütenstiele bodentief entfernen.

Schädlinge und Krankheiten: Virosen, Stängelgrundfäule (Phytophthora), Wurzelfäule (Erwinia), Falscher Mehltau, Blattflecken (Ramularia u.a.) Nematoden, (Ampfer-, Rainfarn) Blattkäfer, Raupen (Ampfereule, Rhabarberspanner)

Ernte: erste Ernte im zweiten Jahr nach der Pflanzung bis Ende Mai, ab dem dritten Jahr bis Ende Juni. Die Stiele herausdrehen, nicht schneiden, damit keine Stummel stehen bleiben.

Inhaltsstoffe: Fruchtsäuren (Apfel-, Zitronen-, Oxalsäure), Vitamin C (10 mg/100 g), Vitamin K, B-Vitamine, Mineralstoffe (Kalium, Calcium, Eisen)

Obst oder Gemüse?

Da Rhabarber überwiegend als Süßspeise, wie Kuchen oder Kompott zubereitet wird, würde man es als Obst einordnen. Gegessen werden aber nicht die Früchte, sondern die Stiele. Rhababer zählt deshalb aus botanischer Sicht zum Gemüse.

 

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