Steckbrief: Topinambur

Die Knollen werden ab Herbst bis Frühjahr geerntet und am besten erst bei Bedarf ausgegraben.
 
Topinambur (Helianthus tuberosus) ist eng verwandt mit Sonnenblumen (Helianthus annuus). Beide gehören, zusammen mit Ringelblumen, Salat, Astern und vielen anderen Stauden und Sommerblumen, zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).
 
Weitere Namen:
 
Erd- oder Knollensonnenblume
Erd-(arti-)schocke
Erdapfel oder -birne
Indianerknolle
Zuckerkartoffel
 
Merkmale:
 
Die mehrjährige, winterharte Staude wird je nach Sorte bis zu 3 m hoch; sie bildet bis 25 cm große, raue, lanzettliche bis eiförmige Blätter. In den Achseln des oberen Laubs erscheinen von August bis November bis zu 10 cm große, gelbe Blüten. Unterirdisch verbreitet sich Topinambur durch Ausläufer, an denen ab dem Hochsommer Knollen entstehen.
 
Standort:
 
warm und sonnig; Boden kalkhaltig, nährstoffreich, locker, keine Staunässe
 
Anbau:
 
Knollen im Okt./Nov. oder März/April etwa 10 cm tief in die Erde legen, Abstand 50 x 50 cm oder in Reihen mit 90 cm Abstand; mehrmals anhäufeln und mit Kompost düngen; bei Trockenheit gießen.
 
Ernte:
 
Sobald das Kraut abgestorben ist, von Oktober bis Mai. Die Knollen sind frostfest und können den ganzen Winter über im Boden bleiben (vor Wühlmäusen schützen); im Boden bleiben sie am längsten frisch.
 
Verwendung:
 
Knolle ungeschält roh (fein geraspelt) oder gekocht verzehren. Besonders wertvoll für Diabetiker, da der Mehrfach-Frucht zucker Inulin ohne Hilfe von Insulin im Organismus abgebaut wird.
 
 
Foto:

humeh  / pixelio.de  
w.r.wagner  / pixelio.de
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