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Südtiroler Rezepte – Knödel, Kasnocken, Schlutzkrapfen

Spinatknödel, Kasnocken und Schlutzkrapfen – es fasziniert mich stets aufs Neue, wie Tiroler und Südtiroler es schaffen, aus einer Handvoll Zutaten eine Vielzahl an Köstlichkeiten zu zaubern. Probieren Sie selbst!

Schlutzkrapfen werden zubereitet
Schlutzkrapfen dürfen in keinem Südtiroler Kochbuch fehlen.

Auf gehts nach Südtirol!

Südtirol zu erwandern und kulinarisch zu erkunden, ist für viele Münchner ein Herbst-Ritual. Seit ich das Schneeschuh-Wandern für mich entdeckt habe, gibt es einen Grund, auch im Winter dorthin zu fahren. Wenn der Föhn den ganzen schönen Schnee binnen zweier Tage weggetaut hat und sich ein tristes Grau über die Stadt breitet, oder wenn es wie in diesem Winter gar keinen Schnee gibt, dann ist es soweit. In dreieinhalb Stunden fährt man mit dem Zug gemütlich nach Brixen und befindet sich in einer anderen Welt. Auf 2000 Meter Höhe gibt es immer (noch) Schnee, zwischen Weihnachten und Ostern sind die Preise moderat, und die Sonne meint es mit diesem Fleckchen Erde zwischen Brenner und Salurner Klause seit jeher besonders gut.

 

Knödel, Nocken und Plenten

Wer auch die Küche einbezieht, kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Knödel, Nocken, Nudeln, Plenten – sein die vier Südtiroler Elementen“, ist ein Sprichwort, das die Menschen in ganz Südtirol kennen. Nocken und Plenten habe ich kürzlich wieder ausgiebig studiert und genossen. Plenten – auf italienisch Polenta – ist ein Brei aus Maisgries, und der Begriff Schwarzplenten steht für Kulinarisches aus Buchweizen: Knödel oder Kuchen.

Mal enthalten die Knödel Käse, mal Quark, mal Spinat, dann Rote Bete. Mal sind sie gekocht, dann gebraten, mal beides und ein andermal frittiert. Mal gibt es Nudeln solo, mal pikant gefüllt mit Sauerkraut oder Spinat, mal süß mit Äpfeln, Preiselbeeren oder Zwetschgenmus. Die Variationen nehmen kein Ende.

Strudel beim Unterwirt

Ein Landstrich, der immer viel entbehren musste, kreiert eine derart reiche Küche – wie ist das möglich? Südtiroler scheinen von Haus aus Optimisten zu sein. Zumindest legt das ihre Sprache nahe. Bei ihnen geht es immer ‚aufwärts’. Bergauf sowieso, aber selbst beim Abstieg hört man die Leute sagen: „Auf geht’s!“ Nach einer wunderbaren Schneeschuh-Wanderung mit dem Tauber Franz aus Feldthurns geht es auf zur Strudel-Olympiade bei Taubers Unterwirt. Hernach geht’s auf ‚zum Ausrasten’ und anschließend heißt es: Auf geht’s zum Südtiroler Menü mit Gerschtlsuppe, Spinatknödel und Schlutzkrapfen. Da können wir uns hierzulande alle eine dicke Scheibe abschneiden. Von den Knödeln und von so viel Optimismus.

Also dann: Auf geht’s und wohl bekomm’s!

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