Süßdolde

Die Blätter der Süßdolde schmecken nach Lakritze. Der Kaltkeimer kann im Winter ausgesät werden. 

Die Süßdolde, auch Myrrhenkerbel (Myrrhis odorata) genannt, ist eine ausladende heimische Staude und mit dem Kerbel verwandt.
 
Als Salat oder gedünstet
 
Vom Frühjahr bis zum Herbst kann man die zarten, filigran gefiederten Blätter ernten und klein geschnitten als Salatbeigabe oder kurz angedünstet verzehren. Sie schmecken nach Anis oder Lakritze. Die Samen gelten als Gewürz, die unreifen grünen schmecken am intensivsten. Die hohlen Stängel wurden früher kandiert.
 
Süßdolden brauchen feuchte, kühle Plätze in humosem Boden im Schatten oder Halbschatten.
 
Ein Kaltkeimer
 
Die Pflanze ist ein typischer Kaltkeimer, das heißt, im Winter ist die beste Zeit, die Samen in einer Aussaatschale auszusäen und die Erde anzufeuchten. Dann steckt man die Schale in eine Plastiktüte und stellt sie in den Garten, an einen schattigen Platz. Sobald die Keimlinge erscheinen, kommen sie ins Frühbeet oder an ihren endgültigen Platz im Garten.
 
Alternativ kann die Aussaatschale vier Wochen lang im Kühlschrank gelagert werden, um die Keimruhe der Samen zu brechen. 
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