Süßdolde – Pflanze mit Anisgeschmack

Süßdolde – Pflanze mit Anisgeschmack
Suessdolde; Myrrhenkerbel; Myrrhis, odorata - Foto: Ruckszio / stock.adobe.com

Die Blätter der Süßdolde schmecken nach Lakritze und sind ein feine Salatbeigabe. Der Kaltkeimer wird im Winter ausgesät.

Die Süßdolde, auch Myrrhenkerbel (Myrrhis odorata) genannt, ist eine ausladende heimische Staude und mit dem Kerbel verwandt.

Als Salat oder gedünstet

Vom Frühjahr bis zum Herbst kann man die zarten, filigran gefiederten Blätter ernten und klein geschnitten als Salatbeigabe oder kurz angedünstet verzehren. Sie schmecken nach Anis oder Lakritze und passen auch zu Soßen und Fischgerichten.

Die Samen gelten als Gewürz, die unreifen grünen schmecken am intensivsten. Die hohlen Stängel wurden früher kandiert.

Ein Kaltkeimer – Aussaat im Winter

Süßdolden brauchen feuchte, kühle Plätze in humosem Boden im Schatten oder Halbschatten.

Die Pflanze ist ein typischer Kaltkeimer, das heißt, im Winter ist die beste Zeit, die Samen in einer Aussaatschale auszusäen und die Erde anzufeuchten. Dann steckt man die Schale in eine Plastiktüte und stellt sie in den Garten, an einen schattigen Platz. Sobald die Keimlinge erscheinen, kommen sie ins Frühbeet oder an ihren endgültigen Platz im Garten.

Alternativ kann die Aussaatschale vier Wochen lang im Kühlschrank gelagert werden, um die Keimruhe der Samen zu brechen.

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