Symbolpflanzen

Die Ringelblume gilt als Sinnbild für die Ewigkeit.
 
 
Es gibt eine ganze Reihe von hübschen Gartenblumen, die früher noch häufig auf Friedhöfen anzutreffen waren, vor allem in ländlichen Regionen. Viele davon haben heute ihre Bedeutung für die Grabbepflanzung völlig verloren.
 
Wer allerdings um ihre Symbolik weiß, wird sie sicherlich gerne wieder für die letzte Ruhestätte verwenden.  
 
 
Groß ist die Gruppe der Marien-Pflanzen wie Lilie, Maiglöckchen, Kamille oder die Ringelblume.
 
Die Ringelblume (Calendula officinalis), Lieblingsblume vieler Biogärtner, wollte man früher im Garten nicht haben, weil sie vielerorts als Totenblume galt. In ihren ringförmig angeordneten Samen sah man ein Sinnbild für die Ewigkeit. Sie steht als Symbol für Verwandlung und Erlösung.
 
Was spricht dagegen Ringelblumen, vorgezogen im eigenen Garten, anstatt der üblichen Begonien oder Fleißigen Lieschen vor dem Grabstein erblühen zu lassen?
 
 
Immergrüne Pflanzen sind heute als Grabschmuck sehr beliebt, weil sie schnittverträglich und pflegeleicht sind. Ursprünglich kamen sie auf die Friedhöfe, weil sie die Unsterblichkeit versinnbildlichten.
 
Die langlebige Hauswurz (Sempervivum tectorum), die ihre Eigenschaft „immer lebend“ sogar im Namen trägt, ist allerdings auf den Gräbern selten geworden. An sonnigen Plätzen, auf sandigem Boden kombiniert mit ein paar Steinen, ist sie ein dauerhafter, klein bleibender und ausdrucksvoller Grabschmuck.
 
 
 
Auch die Strohblume (Helicrysum bracteatum oder andere Arten) und die Silberimmortelle (Anaphalis margaritacea) oder die Rote Immortelle (Gomphrena globosa) waren füher auf Gräbern verbreitet.
 
Ihre langhaltenden Blütenstände symbolisierten Unsterblichkeit. Als trockenheitsliebende Sommerblumen sind sie für sonnige Gräber hervorragend geeignet. Im Mittelalter sah man in Blumen, die der Sonne entgegen wachsen und ihre Blütenkelche öffnen, die Befreiung der Seele durch den Tod.
 
 
Auf der Himmelsleiter oder Jakobsleiter (Polemonium caeruleum) sollten die armen Seelen in den Himmel gelangen. Darüber hinaus ist die von Mai bis Juli blau blühende Staude ein sehr schöner Schmuck. Sie gedeiht auf humosem Boden im Halbschatten oder in der Sonne. 

 
 
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