Tomaten: Katjas Jauche-Test

Tomaten Jauche-Test
Foto: Katja Holler

Die häufig empfohlene Verdünnung von Brennnesseljauche bei der Tomaten-Düngung kam Katja Holler schon immer etwas lasch vor. Deshalb hat sie kurzerhand einen eigenen Versuch gestartet. 

Das mit dem Düngen von Tomaten wollte ich mir mal genauer anschauen. Vor allem die häufige Empfehlung, Brennnesseljauche zehnfach zu verdünnen, erschien mir übervorsichtig. Vier Tomatenplänzchen habe ich deshalb in 50-Liter-Pflanzsäcke aus Recycling-Material (Rootpouch) in magere Erde gesetzt. Es war torffreie Bioerde, die ein Jahr herumgelegen war. Bei langer Lagerung geht immer ein Teil des Stickstoffs aus Tütensubstraten verloren. Ich habe die Erde zusätzlich mit Bimskies abgemagert.

Brennesseljauchen unterschiedlich verdünnt

Nachdem sie gut angewachsen waren, wurden drei Tomatenpflanzen wöchentlich mit 5 Litern Brennnesseljauche gegossen und zwar: 1:10, 1:5 verdünnt und unverdünnt. Die vierte Pflanze bekam die Menge an Brennnesseln, die in 5 Litern Jauche steckt, püriert als Brei auf die Topferde gepackt und wurde anschließend mit 5 Liter klarem Wasser gegossen.

Die Pflanze mit 1:10 verdünnter Jauche zeigte bald starke Hungersymptome, der Pflanze mit der 1:5 verdünnter Jauche ging es auch nicht sehr gut. Dagegen wuchs die Tomate mit der puren Jauche prächtig. Genau so gut ging es der Pflanze, die mit Brennnesselbrei gefüttert wurde. Die Blätter beider Pflanzen hatten eine dunkelgrüne Färbung, die Fruchtbildung war gut. Meine Tomate vertrug unverdünnte Jauche hervorragend, ob das für andere Gemüsearten auch gilt, müsste man ausprobieren.

Der kleine Test war natürlich kein wissenschaftlicher Versuch, dazu hätte es mehr Pflanzen und Wiederholungen des Experiments gebraucht. Interressant fand ich die Ergebnisse dennoch.

Mehr Infos zum düngen von Tomaten lesen Sie in der Juni-Ausgabe von kraut&rüben.

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