Warum platzen Tomaten?

Geplatzte Tomaten - Foto: Anke Thomass / adobe.stock.com

Woran liegt es, dass Tomaten immer mal wieder aufplatzen? Wie kann man vorsorgen?

„Meine Tomaten platzen am Stock alle auf, obwohl sie noch nicht reif sind. Ich dachte immer, sie reißen erst auf, wenn sie überreif sind, um ihre Samen freizugeben“, schreibt eine kraut&rüben- Leserin. Das Thema geplatzte Tomaten beschäftigt uns auch am kraut&rüben-Lesertelefon sehr häufig.

Auf Spurensuche

>> Zwischen Reifegrad und Platzen besteht kein Zusammenhang.

>> In manchen Jahren reißt die Haut vieler Tomaten auf, egal ob sie halbwüchsig oder ausgewachsen sind.

>> Tomaten platzen, wenn die Wurzel mehr Wasser aufsaugt als die Blätter verdunsten. Dies ist häufig der Fall, wenn nach längerer Trockenheit kühle, feuchte Witterung folgt.

>> Werden die geplatzten Tomaten nicht rechtzeitig geerntet, schimmeln und faulen sie, vor allem bei hoher Luftfeuchte. Denn im Gegensatz zu Kartoffeln oder Äpfeln verheilen die Wunden von Tomaten kaum. Es bildet sich allenfalls ein dünnes Häutchen, durch das jedoch Wasser und Pilzsporen ungehindert eindringen können.

>> Egal, wo die Tomatenpflanzen wachsen, ob im Gartenbeet, im Glashaus oder im Topf – überall besteht Platzgefahr für die Früchte.

Besonders gefährdet sind …

… stark besonnte Früchte
… Cocktail- und Johannisbeertomaten
… Sorten mit dünner Haut

Das Platzen wird neben der Bodenfeuchte begünstigt durch …

>> … zu hohe Stickstoff-Düngung

>> … starkes Entblättern (ältere, bodennahe Blätter) und rigoroses Ausgeizen

>> … spätes Ausbrechen der Triebspitze

Vorbeugen

>> Tomatenstöcke mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger versorgen.

>> Die Pflanzen ausreichend gießen, der Boden sollte nie austrocknen, vor allem nicht in der Hauptwachstumszeit Juli, August.

Tipp: Wird der oberste Geiztrieb nicht ausgebrochen, mindert dies die Platzgefahr der Früchte deutlich.

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