Trockenbohnen

Als Vorräte zu horten noch überlebenswichtig war, dienten Trockenbohnen als wichtige Eiweißquelle im Winter.
 
In Zeiten des Nahrungsüberflusses (und der Tiefkühltruhe) haben grüne Bohnen den Trockenbohnen den Rang abgelaufen, doch mittlerweile kommt wieder der eine oder andere Gärtner auf den Geschmack. Dazu trugen auch die vielen alten Bohnensorten bei, die inzwischen häufiger als noch vor ein paar Jahrzehnten angebaut und vermehrt werden.
 
Egal, ob die Bohnenkerne im Winter im Kochtopf landen oder als Saatgut dienen, für beide Zwecke eignen sich nur voll ausgereifte Samen. Denn diese sind nur keimfähig und haltbar, wenn sie in den Hülsen reifen.
 
Richtig ernten
 
Die Hülsen bleiben an den Pflanzen, bis die weiche, fleischige, grüne Hülle eingetrocknet und spröde ist. Im Idealfall – bei sonnig warmer Herbstwitterung – ist das Ende September, Anfang Oktober der Fall.
 
Die Hülsen werden geerntet, bevor sie aufspringen und die Samen zu Boden fallen. Bei wechselwarmer Witterung (warme Tage, kalte Nächte) oder regnerischem Wetter schimmeln die halbtrockenen, ledrig zähen Hülsen und die Samen. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Pflanzen bodentief abzuschneiden und im Heizungskeller, auf dem Dachboden oder an einem anderen trockenen, warmen Ort aufzuhängen und nachzutrocknen.
 
Egal, ob die Hülsen im Garten oder Haus ausreiften, das Auspulen geht leichter und die Keimfähigkeit wird gefördert, wenn man sie nach dem Abpflücken von der Pflanze zwei, drei Wochen lang auf der mäßig warmen Heizung oder dem Kachelofen dörrt. Dort springen viele Hülsen von selbst auf und geben die Samen frei. Trockenbohnen sind am besten an einem kühlen Ort mit geringer Luftfeuchte aufgehoben. 
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