Heukartoffeln: Kartoffelanbau leicht gemacht

Kartoffeln anbauen, ohne zu graben, und im Herbst reichlich ernten – das gelingt mit einem Kartoffel-Heubeet. Katja Holler zeigt im Video, wie es funktioniert und gebaut wird.

Kartoffel-Anbau im Heu

Die wichtigsten Schritte: so entsteht ein Kartoffel-Heubeet

    1. Im Mai legen Sie die Saatkartoffeln auf eine Wiese, die frisch gemäht wurde, oder auf den Rasen. Die Knollen sollen in einem Abstand von 40 x 40 cm platziert werden. Wer ein großes Beet bearbeitet, sorgt mit Schnüren, die alle 40 cm gespannt sind, für gerade Reihen.
    2. Dann bedecken Sie das Beet 40 bis 50 cm hoch mit Heu. Es kann frisches oder altes Heu sein. Auch Stroh, eventuell fein gehäckselte junge Zweige und Blätter eignen sich als Mulchschicht. Rasenschnitt und zu große Blätter schimmeln und dürfen nicht in dicken Schichten aufgehäuft werden.
    3. Nach dem Zudecken der Saatkartoffeln wässern Sie durchdringend, dadurch sackt die Heuschicht in sich zusammen. Nach etwa 6 Wochen wachsen die Kartoffeltriebe durch das Heu, und die ersten Blättchen entfalten sich. Ein Heubeet macht wenig Arbeit, denn kaum ein Unkraut schafft es, durch die Mulchschicht hindurchzuwachsen. Sollten dennoch Wildkräuter sprießen, lassen sie sich ganz leicht herausziehen.
    4. Wenn die wachsenden Knollen am Licht liegen, vergrünen sie und bilden giftiges Solanin. Da Heu, Stroh oder Grünschnitt sehr lockere Materialien sind, schaut man ab und zu unter die Kartoffelblätter und prüft, ob die reifenden Knollen noch alle gut bedeckt sind und im Dunkeln liegen. Wenn nicht, packt man noch etwas Mulchmaterial auf das Beet und gießt gründlich an.
    5. Sobald das Kartoffellaub abstirbt, sind die Knollen reif. Zur Ernte rollen Sie die Mulchschicht wie einen Teppich beiseite. Die Knollen liegen auf dem Boden und brauchen nur noch aufgesammelt zu werden.
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