Möhren anpflanzen

Möhren schmecken am besten frisch aus dem Garten. Katja zeigt im Video, auf was es beim Anbau ankommt, damit die Saat aufgeht und die Möhren gut gedeihen. Und sie hat noch ein paar Tricks auf Lager.

Möhren im Garten anbauen

Das Wurzelgemüse liebt einen tiefgründigen, humusreichen Boden. In warmer, lockerer und sandiger Erde gedeihen Möhren leichter als im schweren Lehmboden.

Karotten oder Möhren kann man als vorgezogene Setzlinge ins Beet pflanzen, es ist aber auch sinnvoll, sie direkt ins Beet zu säen. Dann bilden die Pflanzen von Anfang an lange, gerade Wurzeln. Die Saatrillen werden etwa 1 – 2 cm tief gezogen, zwischen den Reihen genügt ein Abstand von 20 cm.

Nachdem Sie die Samen mit Erde zugedeckt haben, drücken Sie die Oberfläche fest und gießen gut an. Sobald die Möhren aufgehen, werden überflüssige Sämlinge heraus gezupft, so dass die Pflanzen im Abstand von 3 – 4 cm weiterwachsen. Es ist wichtig, die Möhren gleichmäßig feucht zu halten.

Möhren-Aussaat-Töpfe basteln

Möhren bilden gleich nach der Keimung eine lange Hauptwurzel. Sie sollte nicht genickt oder verbogen werden, sonst gibt es später krumme Karotten. Deshalb lohnt es sich eigene Töpfe zu basteln.

Ihr braucht dazu:

• Kerze, Rundholz oder Pillenrolle
• Zeitungspapier
• Eventuell Stück altes Plastik

Meine Möhrentöpfe sind 9 cm lang und 2,8 cm breit. Sie dürfen aber auch etwas breiter oder schmäler sein.

Weil ich die Babymöhren mit dem Zeitungspapier ins Beet setze, versuche ich die Rollen mit möglichst wenig Papier zu basteln, damit die zarten Wurzeln leicht durchkommen.

Deshalb schneide ich das Stück Papier nur 2,5mal so breit aus, wie der Umfang der Rolle ist. Und für die Länge messe ich die Rollenlänge (9 cm) plus den Umfang der Rolle, also 2,8 cm, ab.

Das Papier rolle ich über die Pillendose.

Den Boden knicke ich dreimal ein.

In ein höheres Gefäß fülle ich etwas Blähton auf den Boden als Dränage. Die Rollen stelle ich senkrecht rein, sie müssen recht dicht stehen, damit sie gerade bleiben.

Man kann zusätzlich noch Plastikfolie um jede Rolle wickeln, damit die nassen Rollen später nicht zusammenkleben.

Mit Hilfe eines Trichters fülle ich fein gesiebte Aussaaterde ein (bei grober Erde geht das schlecht) und stupfe sie sanft mit einem Kochlöffelstiel fest. Dabei lasse ich oben noch 1–2 cm oben frei.

Dann lege ich 4–5 Möhrensamen in jede Rolle (keimen mehr als 3 Samen, zupft man die Überschüssigen aus), und streue 1 cm Erde darüber. Am Schluss sehr vorsichtig angießen.

Wie schnell die Möhren keimen, hängt von der Temperatur ab. Sobald die allererste Wurzelspitze unten aus der Rolle herausschaut, pflanze ich die Möhren ins Beet (das passiert bereits, wenn die zwei Keimblätter ausgewachsen, die echten Laubblätter aber noch nicht vorhanden sind). Mein Tipp: Lieber früher als später, damit die Wurzel schön gerade wächst.

 

Ende Juni hat Katja bereits die ersten Möhren geerntet.
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