Rosenmüdigkeit – was tun?

Rosenmüdigkeit - was tun? - Foto: Regine Eichelkraut / pixelio.de

Eine alte Gärtnerregel besagt, pflanze nie eine Rose auf eine Rose. Was tun?

Eine Rose kann zehn bis zwanzig Jahre alt werden. Sobald sie überaltert und krank wird, möchten Rosenfreunde gerne an der selben Stelle eine neue Rose setzen. Doch selbst eine robuste und widerstandsfähige Sorte würde dort leiden und nur spärlich wachsen.

Es liegt am Boden

Rosen entziehen über Jahre dem Boden einseitig Nährstoffe und Spurenelemente. Dies kann nicht allein durch Düngergaben ausgeglichen werden.

Wurzelausscheidungen und Wurzelreste der bereits gerodeten Pflanze enthalten Wirkstoffe, die sich auf junge, nachfolgende Rosen wuchshemmend auswirken.

Wurzelsaugende Nematoden, auch genannt Älchen, die auf Rosengewächse spezialisiert sind, haben sich über die Jahre im Boden vermehrt und ausgebreitet. Sie schädigen vor allem die jungen Wurzeln der Neupflanzungen.

Maßnahmen gegen Rosenmüdigkeit

Boden austauschen:

Dazu muss eine Pflanzgrube – Mindestmaße: 50 cm x 50 cm x 50 cm ausgehoben und mit hochwertigem Pflanzsubstrat gefüllt werden. Dann ist eine Neupflanzung möglich.

Bodenverbesserer:

Ringelblumen und Tagetes sind sehr gute Bodenverbesserer und reduzieren schädigende Wurzelälchen. Säen Sie auf die gerodete Fläche im Frühjahr bis Frühsommer diese Sommerblumen und lassen Sie die Pflanzen für mindestens einen Sommer darauf stehen.

Bodenbelebungsmittel:

Im Handel werden bodenverbessernde Substrate beziehungsweise Bodenbelebungsmittel angeboten. Sie enthalten spezifische Bakterien, aber auch Pilze, die die Nährstoff- und Wasseraufnahme der Wurzeln verbessern sollen. Gesicherte Erkenntnisse liegen noch nicht vor. Allerdings berichten Rosenliebhaber von guten Anwachsergebnissen unter ungünstigen Bedingungen.

Richtig kombinieren:

Pflanzen Sie Rosen immer in Kombination mit Stauden. Falls Rosen entnommen werden müssen, können die neuen an die Plätze der Stauden rücken. Die gerodete Rosenfläche kann wieder mit Stauden bepflanzt werden.

Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

 

Foto: Regine Eichelkraut  / pixelio.de
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