Viel mehr Iris auf die Beete

Viel mehr Iris auf die Beete - kraut&rüben 5/2017

Was ist los mit der Iris? Einst war sie im Garten gern gesehen, doch seit einiger Zeit macht sie sich rar. An der vitalen, robusten Schwertlilie liegt es jedenfalls nicht. Woran dann?

Ein Beitrag von Jörg Pfennigschmidts

Mir ist vor Jahren in einem Buch über Iris mal der Begriff „Gartenflüchtling“ aufgefallen. Bei dem Wort hatte ich ein Bild im Kopf von Pflanzen, die, kaum dreht der Gärtner ihnen den Rücken zu, durch den Zaun entkommen und jauchzend in der Wiese verschwinden. Im Buch wurden jene Iris so bezeichnet, die seit langer Zeit zum festen Inventar eines Gartens gehörten, die dann aber irgendwann einmal außerhalb als „wilde“ Pflanze in der Natur auftauchten und sich dort auch verbreiteten.

Die Geschichte zeigt, dass Iris mit zu den ältesten Gartenpflanzen überhaupt gehören und dass sie wohl so anspruchslos sind, dass sie auch ohne die Pflege weiter wachsen und gedeihen. Trotz dieser Robustheit scheinen die Iris derzeit nicht besonders gefragt zu sein.

Als eine Ursache der momentanen Iris-Müdigkeit vermute ich die Schwierigkeit, die Arten richtig zu bestimmen. Denn das Problem fängt meist beim Begriff Schwertlilie an. Darunter stellt sich jeder etwas anders vor. Der eine bezeichnet so die gelbe Iris, die bei ihm im Sumpf steht (Iris pseudacorus), der nächste sagt Schwertlilie zu den violetten Blüten, die im Mai im Beet erscheinen (Iris sibirica), und der Dritte nennt Schwertlilie, was klein und bunt im April im Steingarten erblüht (Iris x barbata-nana).

Die Aufzählung macht deutlich, dass unter dem Sammelbegriff Schwertlilie unterschiedliche Stauden zusammengefasst werden, die verschiedene Ansprüche haben und darum auch an verschiedene Orte gepflanzt werden möchten. So beklagte sich zum Beispiel eine Kundin bitter über ihre zickigen Schwertlilien, weil die nun schon zum dritten Mal als Teichpflanze versagt hätten. Kein Wunder, sie hatte Hohe Bart-Iris – Pflanzen, die Hitze und Trockenheit brauchen – in ihren Teich gesetzt. Dort fühlten die sich so wohl wie ein Kamel im Wattenmeer.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in kraut&rüben 5/2017

>> Einzelheft bestellen

>> kraut&rüben im Abo testen

 

Teilen