Vögel auf Körnersuche

Ulrich Merkel  / pixelio.de
Ulrich Merkel / pixelio.de

Gartenvögel freuen sich schon jetzt über eine Einladung ans Futterhäuschen.
 
Die Deutsche Wildtier Stiftung rät zum 5-Punkte-Check bei der Vogelfütterung:
 
Wer füttert, muss am Ball bleiben!
 
Ein neues Restaurant hat eröffnet – Sie erfahren es von Ihren Freunden! „Singvögel teilen sich die Information über eine neue Futterstelle durch eine Art Schnabel-zu-Schnabel-Propaganda gegenseitig mit“, sagt Eva Goris. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Nachricht verbreitet. „Und die Gäste kommen in Scharen angeflogen.“ Jetzt ist es wichtig, mit dem Füttern am Ball zu bleiben und die Futterstelle regelmäßig aufzufüllen!
 
Vor dem Wintereinbruch füttern!
 
Die karge Zeit beginnt in der Regel spätestens in der zweiten Hälfte des Winters, wenn niedrige Temperaturen an den Energievorräten der Vögel zehren und eine feste Schneedecke die Nahrungssuche erschwert. „Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Vögel sich bereits vorher einen Energiespeicher angefressen haben – richten Sie die Futterstelle schon vor dem Wintereinbruch ein.“
 
Für die Gäste nur das Beste!
 
Qualitativ gibt es Unterschiede beim Futter aus Drogerien, Supermärkten oder dem Fachhandel. Eva Goris: „Ein gutes Zeichen ist es meist, wenn viele hochwertige Bestandteile, wie beispielsweise Sonnenblumenkerne und Erdnüsse, enthalten sind.“ Fett und Talg halten die Körner zusammen und spenden viel Energie. Für Insektenfresser wie Rotkehlchen und Zaunkönige gibt es im Fachhandel Futter mit getrockneten Mehlwürmern. Aufgeschnittene oder aufgehängte ganze Äpfel schmecken Amseln und Wintergästen wie der Wachholderdrossel und dem Seidenschwanz besonders gut. Auch Trinkwasser sollte im Winter bereitgestellt werden. Küchenabfälle wie Kartoffelschalen, Fleischreste oder gewürzte Speisen gehören nicht ins Futterhaus!
 
Auf den Standort kommt es an!
 
Das Futterhaus so anbringen, dass es bequem angeflogen werden kann. Es sollte hoch hängen, einen Rundumblick bieten und katzensicher angebracht sein. Im Umkreis von etwa fünf Metern sollte es Büsche oder Bäume geben, in denen sich die Vögel aufhalten können und Deckung finden. Achten Sie hier darauf, dass sich das Futterhaus leicht säubern lässt. Bei wenig Platz auf dem Balkon sind hängende Futtersilos eine gute Alternative.
 
Hygiene ist wichtig!
 
Das Futter muss trocken und sauber sein. Schalenreste und Kot entfernen. Wichtig ist Trinkwasser im Winter. Die Wasserschalen müssen regelmäßig gereinigt werden, weil sich sonst leicht Krankheitserreger übertragen.
 
Quelle: Deutsche Wildtierstiftung
 
Foto: Ulrich Merkel  / pixelio.de

 

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