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Vogeltränke im Garten: So bleibt sie auch im Winter eisfrei

Sie möchten den Vögeln in der Nachbarschaft etwas Gutes tun? Dann stellen Sie eine Vogeltränke am Balkon auf. Mit diesen Tipps klappt das auch das ganze Jahr.

Ein junger Gimpel an einer Vogeltränke. Am dicken Schnabel erkennt man, dass Gimpel Körnerfresser sind. Diese können über die Nahrung nur wenig Wasser aufnehmen und sind auf Vogeltränken angewiesen.
Ein junger Gimpel an einer Vogeltränke. Am Schnabel erkennt man, dass Gimpel Körnerfresser sind. Diese können über die Nahrung nur wenig Wasser aufnehmen und sind auf Vogeltränken angewiesen.

Vögeln füttern ist gerade in kalten Wintern eine beliebte Tätigkeit, um der Natur etwas zurückzugeben. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, im Winter bringen viele ihre Futterhäuschen aus und bestücken sie mit passendem Vogelfutter. Was dabei aber oft vergessen wird: Auch Vögel haben Durst und müssen Wasser aufnehmen.

Die meisten Vögel müssen zwei Mal pro Tag Wasser trinken, um über den Tag zu kommen. Gerade Körnerfresser sind darauf angewiesen, da sie über die Nahrung nicht genügend Flüssigkeit zu sich nehmen können.

Weniger natürliche Wasserquellen für Vögel

Normalerweise trinken Vögel aus Pfützen und anderen Gewässern, aber gerade im Sommer ist der Wasserstand sehr niedrig.
Normalerweise trinken Vögel aus Pfützen und anderen Gewässern, aber gerade im Sommer ist der Wasserstand sehr niedrig.

Im Winter sind viele natürliche Wasserquellen eingefroren und nicht alle Vögel haben fließende Gewässer in ihren Revieren. Deshalb ist es notwendig, neben dem Futter auch Wasser anzubieten.

Oft landen die Vögel sonst am Straßenrand und trinken das mit Streusalz versetzte Schmelzwasser. Aber auch in den trockenen Sommermonaten finden Vögel und Insekten kaum noch Pfützen und andere geeignete Wasserquellen in der Stadt und auf dem Land. Eine Vogeltränke aufzustellen ist daher eine überlebenswichtige Hilfe für alle Vögel.

Tipps, wie man die Vogeltränke im Winter eisfrei hält

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist es natürlich, dass die Vogeltränke gefriert. Um Vögeln auch im Winter eine offene Wasserstelle zur Verfügung zu stellen, ist immer mit etwas Aufwand verbunden.

Die kostengünstigste Lösung ist: Mehrfach am Tag die Vogeltränke checken und Eis zerstoßen oder lauwarmes Wasser dazugießen.

Beheizte Vogeltränke mit Grablicht

Eine andere Möglichkeit ist, sich mit einem Grablicht eine Art beheizte Vogeltränke selber zu bauen. Dazu benötigen Sie folgendes Material:

  • 1 Pflanzstein oder größeren Ton-Topf
  • 1 Tonschale
  • 1 Grablicht

Dieses Material haben Sie wahrscheinlich auch daheim im Gartenhaus oder können es günstig erwerben. Stellen Sie das Grablicht in den Pflanzstein und stellen die Tonschale oben drauf, sobald sie die Kerze angezündet haben. Ein Grablicht brennt je nach Größe bis zu 7 Tagen. Die Wärme der Kerze reicht aus, um das Wasser eisfrei zu halten.

Bitte nutzen Sie hier keine Plastikteller, weil diese durchschmoren. Auch muss die Kerze der beheizten Vogeltränke genügend Sauerstoff bekommen, weil sonst die Flamme ausgeht. Anregungen und Bilder dazu finden Sie auch in den Kommentaren dieses Facebook-Postings bei kraut&rüben:

Vogeltränke aufstellen: Darauf gilt zu achten

Besonders wichtig ist, dass die Vogeltränke so aufgestellt wird, dass die Vögel beim Trinken und Baden nicht von Räubern überrascht werden. Auf dem Balkon reicht es oft sogar schon aus, eine passende Wasserschale auf den Boden oder auf das Geländer zu stellen.

Schutz vor Feinden

Auf einer Terrasse und erst recht im Garten sollte die Tränke idealerweise auf einer Stange installiert werden. So fühlen sich die Vögel sicher und nehmen die Tränke an. In der Nähe sollten vogelfreundliche Hecken gepflanzt sein, in denen sie sich zurückziehen können.

Hygiene ist notwendig

Vögel sind sehr reinliche Tiere und die Vogeltränke wird sicher auch als Badestelle herhalten dürfen. Damit sich keine Salmonellen, Trichomonade und andere Keime ausbreiten, ist es wichtig, die Vogeltränke regelmäßig zu reinigen. Je mehr Vögel die Tränke besuchen, umso häufiger sollte man putzen.

So empfiehlt Matthias Freter, Pressesprecher NABU Niedersachsen, einen: „Täglicher Wasserwechsel, Ausspülen und Sauberwischen gehören zum Pflichtprogramm des verantwortungsvollen Vogelfreundes.“

Gerade im Sommer ist dies notwendig, weil sich bei Wärme die unterschiedlichen Keime und Parasiten schnell vermehren. Kochendes Wasser mit einem Spritzer Essig ist zur Reinigung völlig ausreichend.

Der kraut&rüben Tipp:

Hier noch ein Tipp für alle, die eine tägliche Reinigung öfter vergessen: Sie können sich auch zwei Vogeltränken holen und diese abwechselnd nutzen. Die heiß ausgespülte Schale lässt man dann ein bis zwei Tage in der Sonne stehen. Die UV-Strahlung kümmert sich ebenfalls sehr zuverlässig um Keime aller Art.

Zitat

Weitere Tipps zu Versorgung von Vögeln finden Sie in unserem YouTube-Video:

Welche Gefäße eignen sich als Vogeltränke?

Es muss gar nicht die teure Vogeltränke aus dem Gartencenter sein, die kleinen Vögel sind ziemlich genügsam.

Sie nehmen auch flache Schüsseln, Teller oder Untersetzer von Blumentöpfen an. Da die Vögel auch im Winter etwas trinken müssen, ist es auch ideal auf frostfeste Gefäße zu achten. Ideal sind Granit, Gusseisen - aber auch Terrakotta-Untersetzer sind wegen der rauen Oberfläche beliebt, wenn auch nicht frostfest.

Plastik ist leicht zu reinigen und wird von Vögeln, sofern sicher aufgestellt, auch gerne angenommen. Die Vogeltränke sollte eine Wassertiefe zwischen 2,5 bis 10 cm haben. Damit spricht man verschiedene Vogelarten an.

Idealerweise ist der Untergrund der Schale auch ein bisschen rauer, damit die Vögel einen besseren Halt haben. Bei größeren Schalen freuen sich die Vögel auch über ein paar Steine in der Schale.

Vogeltränke: Ausstiegshilfen für Insekten mitdenken

Auch Insekten haben Durst im Sommer und kommen oft zur Vogeltränke geflogen.
Auch Insekten haben Durst im Sommer und kommen oft zur Vogeltränke geflogen.

Apropos Steine! Die Vogeltränke wird sicher auch Besuch von einigen Bienen und anderen Insekten bekommen, denn diese müssen ebenfalls Wasser trinken.

Damit diese nicht im Wasser landen und sterben,können ein paar gereinigte Steine und Murmel in die Vogeltränke gelegt werden. Dort können die Insekten landen und im Zweifel auch ihre Flügelchen trocknen, bevor sie wieder weiterfliegen können.

Sandbad für Vögel: Zeit für Wellness

Mit der Vogeltränke tut man schon sehr viel für die Vögel in der Nachbarschaft. Wer noch etwas Platz frei hat, hier noch einen weiterer Tipp, um  Garten und Balkon vogelfreundlicher zu gestalten: ein Sandbad! Vögel werfen mit ihren Flügeln Sand über ihr Gefieder und reinigen sich mit den Sandkörnern von Parasiten.

Besorgen Sie sich dafür im Gartencenter einen Untersetzer mit etwa 30 cm Durchmesser. Nun bohren Sie noch ein paar kleine Löcher hinein, damit nach einem Regenschauer das Wasser abfließen kann und der Sand auch trocknet. Stellen Sie das Sandbad in eine sonnige Ecke und füllen Sie feinen Sand hinein.

Ein feiner Quarzsand eignet sich zum Befüllen und sollte ebenfalls regelmäßig gewechselt werden. In Drogerien und Gartencentern findet man diesen als „Vogelsand“. Bedenken Sie aber, dass bei dem ein oder anderen wildem Sandbad auch mal etwas Sand daneben geht. Ein Sandbad für Vögel ist großer Luxus für die Stadtvögel, da immer weniger unversiegelte Flächen mit Sand für sie zur Verfügung stehen.

Spatzen nehmen gerne ein Sandbad.
Spatzen nehmen gerne ein Sandbad.

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