Vom Nutzen der Vielfalt – Saatgut Spezial

Nutzpflanzen sind viel zu wertvoll, um von wenigen Konzernen verwaltet zu werden. Saatgut sichert unsere Lebensgrundlage über Generationen hinweg.

Züchter melden auf die neuen Hybrid-Sorten seit einigen Jahrzehnten Sortenschutz an und werden von der EU-Gesetzgebung dabei unterstützt. Somit ist Saatgut nicht mehr Gemeingut, so wie es Jahrhunderte lang gehandhabt wurde, sondern der Züchter hat darauf ein Copyright und vergibt kostenpflichtige Lizenzen an jeden, der es anbauen möchte. Fakt ist, dass mit dieser Praxis immer mehr Bauern und Gartenbaubetriebe in die Abhängigkeit von großen Saatgut-Konzernen geraten.

Bevor es üblich wurde, dass Pflanzenzuchtbetriebe Sortenschutz auf neue „Produkte“ anmeldeten, haben Landwirte, Kleinbauern und Gärtner beim Saatgut aus ihrer Region die kräftigsten Pflanzen selektiert, sie selber weitervermehrt und auf diese Weise etabliert. Durch Selektionen und Kreuzungen sind dabei im Lauf der Zeit neue samenfeste Sorten entstanden, die den örtlichen Bedingungen bestens angepasst und pflegeleicht zu kultivieren sind. Dies sind sogenannte Landsorten – Kulturpflanzen einer Region, von denen es z. B. aufgrund der unterschiedlichen Standortverhältnisse verschiedene Ausprägungen gibt (…)

Lesen Sie weiter in kraut&rüben 2/2017

Die Themen zu unserem Saatgut-Spezial:

Vom Nutzen der Vielfalt

Was steckt im Korn? – Wie findet man die richtige Sorte?

Samentüten im Klartext: was steckt hinter den Beschriftungen auf den Saatgutpackungen?

Konventionell oder Bio?

Pioniere der Sortenvielfalt

Samenfeste Gemüsesorten – ja bitte!

 

 

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