Vom richtigen Gießen im Winter

ChMa
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Die richtige Wasserversorgung für die Pflanzen hat in der kalten und lichtarmen Jahreszeit ihre Tücken.
 
In den Wohnräumen herrscht jetzt ein fast lebensfeindliches Klima für Zimmerpflanzen. Wenig Licht, hohe Temperaturen und trockene Luft ertragen nur die robustesten Gewächse.
 
Die meisten Topfpflanzen wünschen sich einen gleichmäßig feuchten Wurzelballen. In den geheizten Räumen trocknen sie jedoch schneller aus als gedacht.
 
Staunässe vermeiden!
 
Welke Pflanzen sind unansehnlich und oft nicht mehr zu retten. Allerdings sind erschlaffte Pflanzen nicht unbedingt nur ein Zeichen von Wassermangel. Bei Staunässe sterben nämlich die Pflanzenwurzeln ab und können weder Wasser noch Nährstoffe aufnehmen – die Pflanze welkt. Kontrollieren Sie deshalb, ob Wasser in den Übertöpfen steht, gießen Sie es weg und lassen Sie den Wurzelballen erst mal abtrocknen.

Der unterschiedliche Wasserbedarf der Pflanzen stellt Freizeitgärtner häufig vor unlösbare Rätsel. Einige wollen eher trocken stehen, während andere viel Wasser benötigen.

 
Gut versorgt sind  Zimmerpflanzen in Seramis. Dieses Pflanzgranulat besteht aus Ton. Auf der porösen Oberfläche kann sich Wasser anlagern und die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit Wasser versorgen.
Kübelpflanzen genießen den Sommer im Freien, aber die kalte Jahreszeit verbringen sie vor Frost geschützt im Winterquartier. Hier sollte es für die meisten Überwinterungspflanzen hell und kühl sein. Entsprechend der dort herrschenden Temperaturen ist Vorsicht beim Gießen angebracht.
 
Viele Pflanzenbesitzer wünschen sich eine pauschale Gießanleitung, doch die gibt es nicht. Eine Regel gilt jedoch immer:
 
Je tiefer die Temperaturen, desto seltener sollten die Wassergaben sein. Einige Pflanzen, wie Schmucklilien (Agapanthus) oder alte Engelstrompeten, kommen unter Umständen ganz ohne Wassergaben aus.

Obwohl unsere Freilandpflanzen sich in der Winterruhe befinden, sind viele Gewächse trotzdem aktiv. Wurzeln werden gebildet oder Knospen angelegt. Immergrüne Gehölze, wie Nadelgehölze, Bambus, Rhododendron und Kirschlorbeer verdunsten ständig Wasser über die Blätter, selbst bei tiefen Temperaturen. Sind die Pflanzen dann auch noch der Wintersonne ausgesetzt und ist der Boden gefroren, so dass das Bodenwasser nicht verfügbar ist, können die Pflanzen Trockenschäden davontragen. 

 
Bei länger anhaltender Trockenheit sollten die Immergrünen großzügig gewässert werden. Vergessen Sie auch nicht die Neupflanzungen vom Herbst zu gießen. Sie sind noch nicht tief gewurzelt und der Wurzelballen könnte unbemerkt austrocknen. Ein mittelgroßer Kirschlorbeer oder Rhododendron mit einer Höhe von ca. 1,20 m sollte dann eine Wassergabe von etwa 30 bis 40 Liter bekommen.
 
 
Quelle: Bayerische Gartenakademie

 

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