Wacholder oder Sadebaum?

Wacholderbeeren (Juniperus communis) SueSchi  / pixelio.de
Wacholderbeeren (Juniperus communis) SueSchi / pixelio.de

Die Beeren des Stinkwacholders werden oft mit Wacholderbeeren verwechselt. Sie sind allerdings stark giftig.
 
Der Wacholder (Juniperus communis) und der Stinkwacholder oder Sadebaum (Juniperus sabina) sind Geschwister, Triebe und Früchte sehen ähnlich aus.
 
Wacholderbeeren sind ein begehrtes Gewürz in der Winterküche. Sie aromatisieren Sauerkraut, Wildgerichte, Beizen und Marinaden. Die Beeren sind eigentlich Zapfen, denn der Wacholder ist ein Nadelbaum. Die Früchte benötigen zwei Jahre, um zu reifen.
 
Die Beeren des Stinkwacholders sehen ähnlich aus und werden oft mit Wacholderbeeren verwechselt.
 
Sie sind allerdings stark giftig, so wie alle Teile dieses Gehölzes. Das Gift greift die inneren Organe an, verursacht Übelkeit, Gebärmutterkrämpfe und Herzrhythmus- Störungen.
 
Früher wuchs der Sadebaum in vielen Bauerngärten, die Beeren wurden zum Abtreiben benutzt, oft mit tödlichem Ausgang für Mutter und Kind.
 
Steckbrief Wacholder
 
> Strauch oder kleiner Baum
> bis 12 m hoch
> aufrecht wachsend stechende, spitze einzelne Nadeln
> 1–2 cm lang
> helle Streifen auf der Nadeloberseite
 
Steckbrief Sadebaum
> Strauch
> 1–3 m hoch
> kriechend wachsend
> 0,2–0,4 cm lange schuppige Blätter
> auf der Oberseite bläulich
> zerriebene Blätter riechen unangenehm  
 
 
 
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