Waldmeister: Der Meister des Waldes

Waldmeister: Der Meister des Waldes
Je nach Standort blüht Waldmeister zwischen April und Juni - Foto: Annibell82 / stock.adobe.com

Die Heilkraft des Waldmeisters ist heute in Vergessenheit geraten. Wie gesund ist Waldmeister und wie entwickelt sich das typische Aroma?

Früher gehörte das Frühlingskraut mit dem herrlich süßen – dem typischen Waldmeisterduft – zu den Kräutern, die „“Maria Bettstroh““ genannt wurden.

Neben Waldmeister (Galium odoratum) gab es mehrere süß duftende Kräuter, die man der Wöchnerin ins Kissen oder in die Matratze stopfte, um ihr die Geburt zu erleichtern.

Waldmeister gilt in der Volksheilkunde als beruhigendes, krampflösendes Mittel, das Angstzustände und Migräne lindert und „das Herz froh macht“.

Außerdem vertreibt der Duft des Waldmeisters Motten aus Kleiderschränken, wenn man einen frischen Strauß hineinhängt.

Wie entwickelt sich das Waldmeister-Aroma?

Wer im Mai ein Zweiglein mit den vierkantigen Stängeln und den in Quirlen stehenden hellgrünen Blättern abpflückt und erwartungsfroh zur Nase führt, ist erst einmal enttäuscht. Es duftet kaum.

Damit das Kraut das typische Waldmeisteraroma entwickelt, lässt man es anwelken, trocknen oder friert es ein. Erst dann werden die Duftstoffe, die Cumarine, frei.

Waldmeister-Bowle

Die bekannteste Anwendung des Waldmeisters ist immer noch die Bowle. Pflücken Sie dafür, am besten morgens, ein Sträußlein des Waldmeisters. In lichten Laubwäldern, besonders unter Buchen finden Sie das niedrige Kraut häufig.

Lassen Sie die Triebe ein wenig anwelken und hängen Sie das Sträußchen an einem Faden in ein Bowlegefäß. Dann wird eine Flasche Weißwein hinein gegossen. Nach etwa zwei Stunden holen Sie den Waldmeister heraus und würzen den Wein eventuell mit zwei Esslöffeln Zucker. Mit Sekt oder mit Sekt plus Mineralwasser wird aus der Bowle ein erfrischendes Maigetränk.

Aber Vorsicht, der Waldmeister macht schnell beschwipst und wer zuviel davon trinkt, bekommt am nächsten Tag einen fürchterlichen Kater.

Waldmeister-Bowle für Kinder

Für Kinder empfiehlt sich daher die gesunde Variante: Bei dieser wird der Waldmeister in Apfelsaft eingelegt, man würzt mit etwas Vanille oder Zimt und füllt mit Mineralwasser auf.

>> Waldmeister-Bowle der Bio-Spitzenköche

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