Warum kümmern meine Erdbeeren?

Erdbeeren
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Wenn Erdbeerpflanzen mickrig bleiben oder sogar welken, nagen vielleicht die Larven des Gefurchten Dickmaulrüsslers an den Wurzeln.

Beim Gefurchten Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) kommen in unseren Breiten nur Weibchen vor. Sie sind in der Lage, sich über unbefruchtete Eier zu vermehren – bis zu 1000 Stück legt ein Weibchen. Das ist sehr Effizient. Die 1–1,5 cm langen Rüsselkäfer fressen nachts die Blätter an, ein Verlust, den die Pflanzen leicht verschmerzen. Die Tiere legen ihre unbefruchteten Eier im Boden ab. Groß sind die Schäden, die die Larven verursachen, denn sie fressen die Wurzeln. Ist der Befall gering, bleiben die Pflanzen im Wachstum zurück, bei starkem Befall welken sie – vor allem, wenn es trocken ist – schneller als unbeschädigte Erdbeerstauden.

Abwehr: Käfer nachts absammeln; Wurzeln freilegen und die Larven (etwa 1 cm lange weiße „Würmchen“) auflesen. Käfer vergrämen durch Spritzen der Pflanzen mit Rainfarn-, Wermut- oder Niemtee. Niem-Presskuchen in den  Boden einarbeiten.

Bei starkem Befall Nematodenpräparat gießen, das die Larven und Puppen ­abtötet. Anwendungszeit: April, Mai und August bis Oktober. Die Bodentemperatur sollte tagsüber mindestens 11 °C betragen, die Erde feucht sein.

Natürliche Feinde: Erdkröten, Igel, Laufkäfer, Maulwürfe, Spitzmäuse, Stare, Amseln und andere Vögel

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