Weihnachts-Äpfel

 
Sorten, die sich zum Schmücken für den Weihnachtsbaum eignen.
 
Früher, vor Erfindung der Christbaumkugeln, schmückte man den Weihnachtsbaum mit Nüssen und roten Äpfelchen.
 
Die Früchte wurden dünn mit Fett eingerieben, damit sie kräftig rot glänzten, ihre pralle Form bewahrten und der trockenen Zimmerluft lange standhielten. Aufgehängt an silberfarbenen, goldenen oder roten Bändern sorgten sie für festliche Stimmung.
 
Wer Platz in seinem Garten hatte, pflanzte einen Weihnachtsapfel-Baum. Der lieferte in den meisten Jahren so viele Früchte, dass auch Verwandte, Freunde und Nachbarn davon profitierten.
 
Als Weihnachts-, Nikolausäpfel oder Christkindler bezeichnete man Sorten mit attraktiven, kleinen bis mittelgroßen, kräftig rot gefärbten Früchten, die sich bis ins neue Jahr lagern ließen.
 
Mancherorts waren regional verbreitete Sorten beliebt, die es nicht mehr oder nur noch vereinzelt im Handel gibt: 
 
Ingrid Marie
Die etwa 100 Jahre alte, dänische, wenig frostharte Sorte bevorzugt mildes Seeklima. Ihre Früchte reifen Mitte September, sie sind bis Januar haltbar.
 
Jonathan
Die über 200 Jahre alte, amerikanische, reich tragende Sorte ist zwar frosthart, bevorzugt jedoch warme Lagen. Sie ist anfällig für Mehltau. Der Apfel reift im Oktober und hält bis April.
 
Purpurroter Cousinot
Der fein aromatische, dunkelrote, in Nord- deutschland verbreitete Weihnachtsapfel reift Ende Oktober und lässt sich bis Juni lagern. Diese alte Sorte ist sehr robust und gedeiht auch in höheren Lagen (800–900 m). Purpurroter Zwiebelapfel Der badische Tafel- und Mostapfel ist an- spruchslos, er wird Ende Oktober geerntet und hält bis April.
 
Rote Sternrenette
Die über 200 Jahre alte Sorte ist der beliebteste Weihnachtsapfel. Die Früchte reifen im Oktober und halten bis Januar. Der stark wachsende, widerstandsfähige und frostharte Baum eignet sich besonders für den Streuobstanbau.
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