Wertvoller Weißdorn

Wertvoller Weißdorn
Wertvoller Weißdorn - Foto: günther gumhold / pixelio.de

Der heimische Weißdorn ist ein hervorragendes Vogelschutzgehölz. Zwischen August und Oktober reifen die Früchte.

Genau wie die Schlehe wächst er sehr dicht und hat viele Dornen. Mehr als 30 verschiedene Vogelarten ernähren sich von den Früchten des Weißdorns.

Mit seinen weißen Blüten und den scharlachroten Steinfrüchten erfreut der Weißdorn aber nicht nur die Vogelwelt.

Stärkt das Herz
Die säuerlich-süßen Früchte reifen zwischen August und Oktober. Man kann sie roh essen, allerdings sind sie sehr mehlig. Es bietet sich daher an, die Früchte zu Kompott, Gelee, Saft oder Sirup zu verarbeiten. Die getrockneten Blüten, Blätter und Früchte werden als Tee oder alkoholischer Auszug in der Volksheilkunde und in der Schulmedizin bei Herz- und Kreislaufstörungen eingesetzt.

Sowohl der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) als auch der Zweigriffelige Weißdorn (Crataegus laevigata) sind äußerst robuste Gehölze. Hinsichtlich der Biologie unterscheiden sie sich nur wenig:

C. monogyna ist etwas lichtbedürftiger als C. laevigata und verträgt trockene Standorte besser. Beide Arten werden rund drei bis fünf Meter hoch.

Schneeweiße Blüten
Die im Durchmesser etwa ein bis eineinhalb Zentimeter großen Blüten erscheinen von Mai bis Juni. Beim Eingriffeligen Weißdorn wachsen sie zahlreich in Doldenrispen, sind reinweiß oder cremefarben und haben einen leicht unangenehmen Duft. Sie besitzen im Gegensatz zur Schwesternart nur einen Fruchtknoten beziehungsweise Griffel.

Die Blüten des Zweigriffeligen Weißdorns sind weiß bis rosa. Fünf bis zehn Blüten wachsen in Trugdolden, die Antheren sind rot und die Blüte besitzt zwei Griffel.

Auch als Hecke geeignet
Der Weißdorn ist ein hervorragendes Heckengehölz, kann aber auch sehr gut als Solitärpflanze verwendet werden. Er verträgt einen starken Rückschnitt sehr gut, blüht dann allerdings nicht so üppig.

Rotblühende Sorten
Neben den weißblühenden Ein- und Zweigriffeligen Weißdornen gibt es rotblühende Sorten – den sogenannten „Rotdorn“ – sowie Sorten mit gefüllten Blüten, zum Beispiel die weißblühende C. laevigata ‚Plena‘ und die rotblühende C. monogyna ‚Kermesina Plena‘ sowie C. laevigata ‚Paul’s Scarlet‘.

Auch Sorten mit schmalem, aufrechtem Wuchs sind verfügbar, wie zum Beispiel C. monogyna ‚Stricta‘.

Futterpflanze für viele Tiere
Neben seiner Eigenschaft als Vogelschutzgehölz ist der heimische Weißdorn ein bedeutender Nahrungsspender und Lebensraum für zahlreiche Kleintiere.

Er bietet rund 150 Insektenarten und vielen kleinen Säugetieren eine wichtige Lebensgrundlage. Daher sollten C. monogyna sowie C. laevigata den asiatischen und nordamerikanischen Arten vorgezogen werden. Letztere haben zwar oft größere Früchte und eine bessere Herbstfärbung. Ihr ökologischer Wert ist allerdings im Vergleich zu den heimischen Sorten vergleichsweise gering.

Quelle: Heike Stommel, www.aid.de

Foto: günther gumhold  / pixelio.de

 

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