Die Weiße Maulbeere

Die weißen bis rosafarbigen, brombeerartigen Scheinbeeren reifen im Juli bis September.
 
Sie sind saftig, sehr süß und eignen sich zum roh Naschen und zum Einmachen. Getrocknet dienen sie als Rosinenersatz.
 
Die Blätter der Weißen Maulbeere (Morus alba) dienten in China schon vor 3000 Jahren zum Füttern der Seidenraupen. Auch viel später wurden sie in Europa in kleinen Mengen zur Seidenraupenzucht angepflanzt.
 
Die breitkronigen Bäume, die man im Mittelmeerklima häufiger findet, werden 15 m hoch und lassen sich auch als Formhecke oder Laubengang beschneiden. Sie vertragen Trockenheit, Hitze und karge Böden und halten bei uns Fröste bis minus 20 °C aus. Aber auch in schweren Boden gedeiht der anspruchslose Baum. In kühlen Gegenden sollte man die Bäume als Wandspalier anpflanzen.
 
Da die Maulbeere erst im Mai/Juni blüht, sind ihre hängenden getrenntgeschlechtlichen Blütenähren nicht spätfrostgefährdet. Die Früchte der Schwarzen Maulbeere (Morus nigra) schmecken zwar deutlich würziger als die der Weißen, aber die Bäume sind anspruchsvoller und gedeihen nur im Weinbauklima. Als Kübelpflanzen für einen unbeheizten Wintergarten eignen sich beide Arten.
Teilen