Wenn die Fensterscheiben kleben

 

Ist der Januar sehr sonnig, schlüpfen die ersten Läuse im Winterquartier. 
 

Sie saugen an den Triebspitzen von Fuchsien, Zitrus, Hibiskus, Kussmäulchen und anderen Kübelpflanzen.

Wer seine grünen Untermieter nicht regelmäßig kontrolliert, erkennt zuerst an klebrigen Blättern und Fensterscheiben, dass etwas nicht stimmt.

Völlig verlauste Triebspitzen schneidet man ab, kleine Kolonien zerquetscht man mit dem Finger. Da Läuse sich warnen, wenn Gefahr droht, gelingt es immer einigen, sich auf leisen Sohlen zu entfernen, oder sie lassen sich fallen und krabbeln später am Stängel nach oben. Außerdem übersieht man leicht die winzigen Läusebabys. Deshalb sollte man die grünen Patienten immer im Auge behalten und auf die Plagegeister achten.

Wer sich ekelt und weigert, die Läuse mit bloßen Händen zu zerdrücken, nimmt eine Zahnbürste oder Küchenpapier zu Hilfe. Menschen, die ihr Gewissen nicht mit toten Läusen belasten möchten, klopfen sie ab oder bürsten sie auf ein Papier und tragen sie ins Freie. Dort beendet allerdings Mutter Natur das Läuseleben.

Wer seine Hände gerne in Unschuld wäscht, lässt Pflanzen und Läuse den Machtkampf alleine austragen, muss sich allerdings im klaren sein, dass die Pflanze die schlechteren Karten hat. Denn sie ist im Zimmer eingesperrt, fern ihrer Heimat und der gewohnten Umgebung, wo sie von Natur aus hingehört.

Wenn Sie ein Pflanzenschutzmittel einsetzen wollen, verwenden Sie nur zugelassene Mittel und beachten Sie die Anwendungsvorschriften, auch zu Ihrem eigenen Schutz. Empfehlenswert sind kaliseifen- oder ölhaltige Präparate.

Foto: später  / pixelio.de

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