Wenn Rhabarber blüht

Wer keine Rekordernte anstrebt, darf Rhabarber getrost blühen lassen Seine bizarren Blüten locken zahlreiche Insekten an oder machen in der Vase eine gute Figur. Foto: Evelyne Dolezal

Plötzlich treibt der Rhabarber Knospen. Soll man ihn blühen lassen?

Ein Leserbrief von Evelyne Dolezal:

Heuer hat mein Rhabarber sehr zeitig zu blühen begonnen. Drei Tage lang hatte ich keine Zeit, die Blütenknospen zu entfernen. Da war dann die Überraschung groß.

Mir fiel ein, einmal in kraut&rüben gelesen zu haben, dass man die Blüten ähnlich wie Spargel zubereiten kann. Da mein Mann kein Freund dieser Gerichte ist, habe ich mich für den anderen Vorschlag entschieden und ein Blütenarrangement für die Vase gestaltet.

Anmerkung der Redaktion:

Rhabarber setzt Blüten an, sobald die Pflanze drei bis vier Monate lang Temperaturen unter 10 °C ausgesetzt war. Damit sich die Blattstiele kräftig entwickeln, sollten die Blütenknospen im April, spätestens im Mai ausgebrochen werden.

Wer keinen Wert auf maximalen Ertrag legt, sondern nur hin und wieder ein paar Stangen ernten möchte, lässt die Blütenstände zur vollen Größe heranwachsen. Bis zu zwei Meter erheben sie sich über den Boden. Sie bieten leicht zugänglichen Pollen und Nektar und locken damit Insekten in Scharen an.

Die Blütenknospen liefern auch eine pikante und leicht säuerlich schmeckende Gemüsebeilage, wenn man sie wie Brokkoli oder Blumenkohl in Salzwasser dünstet und mit einer Sahnesoße serviert.

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