Wetterpflanzen – 12 Pflanzen als Wetterpropheten

Wetterpflanzen – 12 Pflanzen als Wetterpropheten
Die Silberdistel reagiert als Wetterpflanze sensibel auf Veränderungen – Foto: RukiMedia / stock.adobe.com

Wird es regnen oder scheint die Sonne? Bestimmte Pflanzen wie Wetterkerzen zeigen, wie sich das Wetter entwickelt. Die 12 wichtigsten Wetterpflanzen.

Wie wird das Gartenwetter?

Nichts beschäftigt die Gärtnerwelt so sehr wie die Wetteraussichten. Heute können Meteorologen das Wetter fünf Tage zuverlässig vorhersagen. Doch wie war das früher? Pflanzen galten neben den Tieren als bewährte Wetterboten.

Können Pflanzen das Wetter voraussagen?

Pflanzen reagieren auf Veränderungen bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit und erweisen sich deshalb als verlässliche Wetterboten.

Wetterpflanzen – 12 Pflanzen als Wetterpropheten

Wetter- oder Silberdistel: Die Silberdistel (Carlina acaulis) gilt bis heute als zuverlässiger Wetterprophet. Die geöffnete Blüte verspricht Sonnenschein in den nächsten Stunden. Falls sich die Blüte selbst bei Sonnenschein nicht öffnet, kündet dies Regen oder Gewitter an.

Vogelmiere und Ringelblumen: Auch sie sind pflanzliche Hygrometer und schließen ihre Blüten vorzeitig, wenn sich die Luftfeuchte vor einem Schauer erhöht.

Möhre: Im Sommer zeigen die Samendolden der Möhre das Wetter an. Vor dem Regen krümmen sie sich nach innen.

Königskerzen: Beobachten Sie im Sommer die Blütenspitze der kleinblütigen Königskerze (Verbascum thapsus), die auch Wetterkerze genannt wird. Neigt sich der Blütenstängel nach Westen kommt Regen. Zeigt er nach Osten, wird es ein sonniger Tag. Die Wetterkerze sagt auch langfristig das Wetter voraus. Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette. Liegen die Blätter im unteren Teil sehr dicht beieinander, wird es wohl schon zeitig Schnee geben. Liegen die Blätter hingegen im oberen Teil dicht aneinander können Sie zum Jahresanfang mit Schnee rechnen.

Storchschnabel: Der Samenstand des Storchschnabels kann die Luftfeuchte messen und funktioniert wie ein Naturhygrometer. Stecken Sie den Samen durch das Loch einer Pappe. Die Spitze der Granne dreht sich im Urzeigersinn, wenn die Luftfeuchte steigt und gegen den Uhrzeigersinn bei sinkender Luftfeuchte.

Gänseblümchen: Sie öffnen ihre Köpfchen bei Sonne. Steigt die Luftfeuchtigkeit und das Regenrisiko, sollten sich die Blüten schließen. Doch wie uns bereits mehrere Leser berichtet haben, funktioniert die Voraussagefunktion beim Gänseblümchen nicht immer zuverlässig.

Waldmeister und Nachtviole: Feucht warme Luft verstärkt den Duft aromatischer Pflanzen. Beobachten Sie doch das Wetter mal mit der Nase. Wenn der Waldmeister und die Nachtviole (Hesperis matronalis) einen starken Duft verströmen, sollten Sie den Regenschirm bereithalten.

Birken und Linden: Birken duften vor Regen besonders würzig und Lindenblüten riechen noch intensiver.

Wetterorakel mit Christrosen

Eine sehr alte Tradition besagt: Blüten der Christrose sagen das Wetter des nächsten Jahres voraus. Dazu werden 12 Blütenknospen in der Weihnachtsnacht gepflückt und im Zimmer in Wassergläser gestellt. Jede Blüte steht für das Wetter eines bestimmten Monats. Nach einiger Zeit öffnen sich die Blüten. Gut geöffnete Knospen prognostizierten Sonnenschein, geschlossene Knospen dagegen verkünden Regen.

k&r / Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

 

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