Gemüsegarten im August

Die wichtigsten Arbeiten

Foto: aerogondo / istockphoto.com

• Entfernen Sie an den Tomaten weiterhin alle Geiztriebe. Auch die unteren Blätter, die meist als erste von der Krautfäule befallen werden, sollten Sie entfernen. Eine letzte Kopfdüngung tut den Pflanzen jetzt gut. In Gegenden mit frühem Winterbeginn alle Blüten über dem 5. Blütenstand wegnehmen; Gipfeltrieb und Blätter belassen. So behalten die Pflanzen genügend Grün zur Assimilation.

• Jetzt können viele Salate und Gemüse für die Ernte im Herbst und Winter gesät und gepflanzt werden.

• Die nächste Folge Pflücksalat und Chinakohl ist in den ersten Augusttagen fällig! Chinakohl am Besten direkt aufs Beet säen und später auf zirka 30 cm Abstand vereinzeln. So gedeiht er besser als wenn er umgepflanzt wird.

• Versuchen Sie es doch auch einmal mit Pak Choi, sie werden von seinem Wohlgeschmack überrascht sein. Die Kultur ist wie bei Chinakohl.

• Bis Mitte August sollten auch die Frühlingszwiebeln gesät sein damit sie bis Wintereinbruch noch an Höhe gewinnen können. Sie liefern im zeitigen Frühjahr das erste essbare Grün und im Frühsommer weisse, milde Zwiebeln. Sinnvoll ist es, diese Frühlingszwiebeln in Mischkultur mit Feldsalat anzusäen: Abstand der Zwiebelreihen 30 cm, dazwischen zwei bis drei Reihen Feldsalat.

• Radieschen und Eiszapfen können ebenfalls jetzt noch gesät werden. Sie eignen sich gut als Zwischenkultur. Im späten Sommer verwenden Sie am besten die schnellwüchsigen Frühsorten. Radieschen brauchen viel Sonne und sollten nur zirka 1 cm tief gesät werden. Schützen Sie das Beet mit Vliesabdeckungen, damit die Gemüsefliege keine wurmigen Radieschen beschert.

• In der ersten Monatshälfte werden auch die schwarzen Winterrettiche oder der „Münchner Bierrettich”“ gesät. Diese Rettiche eignen sich gut für das Winterlager. Ende August können Sie die Teltower Rübchen für eine späte Herbsternte säen.

• Ab Mitte August sind Feldsalat und Spinat an der Reihe. Haben Sie ein unkrautfreies Beet, können Sie den Feldsalat breitwürfig aussäen, sonst in Reihen (zum Beispiel zwischen die Frühlingszwiebeln). Bitte sparsam säen damit sich die Pflänzchen gut entwickeln können. Man spart sich dadurch eine Menge Putzarbeit. Zu diesem Zeitpunkt angesäter Spinat kann bereits Ende September zum ersten Mal geerntet werden. Die Kultur bleibt für weitere Ernten im nächsten Frühjahr über Winter auf dem Beet .

• Im August gesäte Petersilie keimt sehr zügig, die Pflanzen entwickeln sich gesund. Im Frühjahr bei Nässe und niedrigen Temperaturen kränkelt sie oft und bekommt gelbe Blätter.

• Jetzt ist auch Zeit die vorgezogenen Salate und Gemüse wie Endivien, Blumenkohl, Kohlrabi, Winterporree und Knollenfenchel auf ein Beet zu pflanzen.

• Möchten Sie Kopfsalat bereits im zeitigen Frühjahr ernten? Dann säen Sie Ende August Winterkopfsalat „Maiwunder”“ auf ein Saatbeet. Bis September/Oktober entwickeln sich kräftige Pflanzen, die vereinzelt und mit leichtem Winterschutz (Fichtenzweige) den Winter gut überstehen.

• Mulchen Sie ihre Gemüsebeete, um Feuchtigkeit im Boden zu halten.

• Auf freien Beeten, die Sie nicht mehr bepflanzen möchten können Sie Gründüngung aussäen z.B. Senf, Lupine, Klee oder eine Gründüngermischung.

• Gießen Sie ihre Kohlrabis regelmäßig. Erfahren die Pflanzen eine lange Zeit der Trockenheit und darauffolgende Nassperiode durch z.B. Regen, platzen die Knollen auf.

Unter Glas:

• Gurken weiterhin allwöchentlich düngen. An den Seitentrieben immer nur eine Frucht und ein Blatt stehen lassen, alles übrige wegschneiden. Bei Trockenheit reichlich gießen, aber bitte nicht über die Blätter. Diese müssen trocken bleiben, sonst stellen sich rasch Pilzerkrankungen ein.

• Ernten Sie die Gurken rechtzeitig. Bleiben sie zu lange an der Pflanze, bekommen die Fruchtansätze zu wenig Energie und bleiben klein und kümmerlich. Die Gurkenranken sind sehr empfindlich. Schneiden Sie die Früchte daher mit einem möglichst scharfen Messer ab. Nicht reißen!

• Tomaten im Gewächshaus nicht nur ausgeizen, sondern bei sonnigem Wetter um die Mittagszeit schütteln. Dadurch fallen Pollen auf die Narben, der Fruchtansatz wird gefördert.

• Nach wie vor das Gewächshaus regelmäßig durchlüften!

Teilen