Die wichtigsten Arbeiten im Gemüsegarten

Im September

September – Zeit des Altweibersommers – Zeit für den Gärtner die letzten Ernten einzubringen, die letzten Aussaaten zu machen und den Garten langsam auf die Winterruhe vorzubereiten.
  • Kennen Sie eigentlich Wintersteckzwiebeln? Sie sind bis zu sechs Wochen früher erntereif als im Frühling gesteckte Zwiebeln. Es werden mittlerweile frühe, gelbe und rote Wintersteckzwiebeln angeboten.
  • Anfang des Monats kann noch Feldsalat (Nüsslisalat, Rapünzchen) ausgesät werden; zu Beginn des Frühlings ist er dann erntereif.

  • Auch Gartenmelde, Mangold, Kresse und Winterpostelein gedeihen noch sehr gut und lassen sich für eine Frühjahrsernte überwintern.

  • Ebenso können Sie jetzt Spinat für den Frühjahrsschnitt aussäen.

  • In wärmeren Gebieten lohnt es sich, jetzt Möhren (frühe Sorten) für eine zeitige Ernte im nächsten Frühling anzusäen. Die zarten Blätter werden über den Winter mit Fichtenreisig abgedeckt.

  • Sie können noch kräftige Endivienpflanzen auf Beete versetzen. Wenn es lange warm bleibt, entwickeln sich schöne Köpfe. Notfalls muss der Salat vor starken Frösten ausgegraben und im Frühbeet oder kaltem Gewächshaus in Sicherheit gebracht werden. Vor leichteren Frösten schützt auch ein Vlies.

  • Wer gerne gebleichten Endiviensalat mag, sollte in diesem Monat an einem wirklich absolut trockenen Tag für etwa eine Woche die Köpfe mit einem Band zusammenbinden. Ersatzweise kann auch eine lichtundurchlässige Plastikschale darüber gestülpt werden.

  • Jetzt ist auch die günstigste Pflanzzeit für Knoblauchzehen. Man muss sie nicht unbedingt im Gemüsegarten unterbringen, auch auf Baumscheiben oder zwischen den Rosen gedeihen sie prächtig. Versuchen Sie einmal, statt des üblichen weißen Knoblauchs, die zarten, milden und ertragreichen Zehen des rosafarbenen, französischen Knoblauchs zu stecken. Dieser Knoblauch ist eine interessante Variante zum herkömmlichen.

  • Rhabarber sollte jetzt gepflanzt werden. Da er zeitig im Frühjahr austreibt, hat er noch die Möglichkeit vor dem Wintereinbruch gut einzuwurzeln. Alte Rhabarberstöcke können geteilt und neu eingepflanzt werden. Bedenken Sie, ein Rhabarberstock kann viele Jahre am selben Ort bleiben. Bereiten Sie deshalb den Pflanzplatz gut vor und verbessern Sie den Boden mit einer Kompostgabe.

  • Wenn kalte Nächte angesagt sind, müssen im Freiland wachsende Gurken, Zucchini, Kürbisse, Paprika und Tomaten unbedingt geerntet und in die Wohnung gebracht werden. Gurken und Paprika rasch verbrauchen, Zucchini und Kürbisse lassen sich in kühlen Räumen viele Wochen lang lagern, ohne dass die Qualität leidet. Die grünen Früchte der Tomaten reifen in Flachsteigen bei Zimmertemperatur gut nach. Licht ist dazu nicht nötig.

  • Wurzelgemüse wie Rote Bete, Möhren, Rettiche, Pastinaken und Schwarzwurzeln vertragen ohne Probleme die ersten Fröste. So können Sie die Wurzeln im Boden lassen und nur das ernten, was Sie gerade brauchen. Im Boden hält sich das Wurzelgemüse auch am längsten frisch. Erst Dauerfröste können die Wurzeln schädigen.

  • Beete die Sie nicht mehr bepflanzen können oder wollen, unbedingt mit einer Gründüngung, wie Gelbsenf, Roggen, Weizen, Inkarnatklee, Phazelia oder auch eine Gründüngermischung einsäen. Nur dort, wo Sie im nächsten Jahr Kohl anpflanzen wollen, keinen Gelbsenf aussäen, beide Pflanzen sind Kreuzblütler und damit Nahrungskonkurrenten. Säen Sie dort besser Roggen oder Weizen an. Die Gründüngung verhindert, dass der Boden zu sehr ausgelaugt wird.

    Unter Glas:

    Auf die frei werdenden Flächen im Gewächshaus können jetzt Endivien, Winterkopfsalat, Zuckerhut, Chinakohl und Radicchio gepflanzt werden.

    Frühsorten von Radieschen, jetzt angesät, sorgen für eine “knackige Ernte“ im November. Bei dieser späten Aussaat unbedingt darauf achten, wirklich jedes Samenkörnchen einzeln zu säen. Diese Mehrarbeit lohnt sich! So können Sie auch im unbeheizten Glashaus noch große und butterzarte Radieschen ernten.

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