Obstgarten im August

Die wichtigsten Arbeiten

Foto: bymandesigns / istockphoto.com

• Im Obstgarten ist jetzt Erntezeit: Pflaumen und Mirabellen verwöhnen uns mit ihrem Duft und Geschmack.

• Auch die ersten Äpfel sind reif: Klarapfel, Kornapfel, James Grieve und Gravensteiner.

• Erste Birnen können geerntet werden: Bunte Julibirne, Clapps Liebling oder Frühe von Trevoux, ab Monatsende auch die Williams Christ und das Stuttgarter Geißhirtle. Am besten mehrmals durchpflücken, denn Frühobst reift nicht gleichmäßig.

• Ebenso können Pfirsiche und Holunderbeeren geerntet werden.

• Falls Sie Sonnenbrandschäden an ihrem Obst erkennen (an Äpfeln z.B. runde braune oder schwarze Schadstellen auf der sonnenbeschienenen Seite) lagern Sie die Früchte nicht ein. Zum Sofortverzehr sind sie wunderbar geeignet.

• Apfelstippe? Die Stippe entsteht, wenn der Baum das Kalzium aus dem Boden nicht mehr in alle Pflanzenteile transportieren kann. Ein  Sommerschnitt und ausgewogene Flüssigkeitszufuhr können Abhilfe schaffen. Stippe sieht unschön aus, ist jedoch nicht giftig und kann ohne Sorge mitverspeist werden.

• Wer ein Obstspalier hat, sollte jetzt den Sommerschnitt durchführen. Sind die Jungtriebe etwa handlang, werden sie pinziert d. h. auf 2 bis 3 Blätter eingekürzt. Dadurch entsteht das am Spalierbaum erwünschte kurze Fruchtholz. Die Verlängerungen der Spalieräste werden nicht geschnitten. Bevor sie verholzen, an die waagrecht oder senkrecht verlaufenden Spalierlatten oder -drähte anbinden. Jetzt lassen sie sich –biegsam wie sie sind –in die gewünschte Stellung bringen.

• Johannisbeersträucher werden direkt nach der Ernte geschnitten (oder auch zur Ernte mitsamt den Früchten, die sich im Sitzen bequemer pflücken lassen). Im belaubten Zustand lassen sich zu dicht stehende Triebe besonders gut erkennen. Schneiden Sie vor allem die überalterten, am dunklen Holz erkennbaren Triebe dicht über dem Boden heraus. Ebenso entfernen Sie die dünnen und dicht wachsenden Neutriebe und solche, die beinahe am Boden aufliegen. Sie sollten alle Neutriebe bis auf einen oder zwei besonders kräftige abschneiden. Diese Neutriebe dienen als Ersatz für alte, entfernte Triebe.

• Ähnlich gehen Sie bei Stachelbeeren vor. Die ein- bis zweijährigen, hellgrau gefärbten Triebe sind hier besonders wertvoll. Sie bringen im nächsten Jahr die schönsten Früchte. Dunkelgefärbte ältere Triebe werden in zu dichten Sträuchern bevorzugt entfernt.

• Während bei roten Johannisbeeren die Triebe durchaus bis zu fünf Jahre alt werden dürfen, bringen die schwarzen Johannisbeeren den besten Ertrag an den hellen einjährigen Trieben. Die dunklen, abgetragenen Triebe bodeneben abschneiden oder auf einen neuen Austrieb zurückschneiden.

• Haben Sie eine Ecke im Garten, die brach liegt? Legen Sie doch eine Erdbeerwiese an! Anfang August ist immer noch gute Erdbeer-Pflanzzeit. Die Erdbeerwiese ‘Florika‘ bringt viele süße Früchte und wird nach der Ernte einfach mit Sense oder Rasenmäher gekürzt. Sie kann jahrelang an Ort und Stelle bleiben. Es wird geraten, die Wurzeln vor der Pflanzung nicht zu kürzen!

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