Ziergarten im Juni

Die wichtigsten Arbeiten

Ziergarten im Juni - die wichtigsten Arbeiten - Foto: Elke Sawistowski/pixelio.de

Das Wichtigste im Juni: Stützen und Putzen. Verblühte Stauden putzen Sie möglichst regelmäßig aus, um so länger dauert die Nachblüte.

Bedenken Sie, jeder Samenansatz kostet Kraft und verhindert neue Knospenbildung.

• Verwenden Sie doch zum Stützen von Rittersporn, Päonien und anderen langstieligen Blüten einmal Ruten von Weiden oder Hartriegel. In England verwendet man solche Ruten häufig. Sie werden teilweise kunstvoll mit den wachsenden Blütenstängeln verwoben, geben ihnen Halt und sehen sehr ansprechend aus.

• Man kann auch um die Stauden einen Reifen legen, in die Mitte der Staude einen stärkeren Bambusstab stecken und den Reifen mit vielen Schnüren am oberen Ende des Stabes mittels eines Knotens befestigen. Die Blütenstängel wachsen zwischen den Schnüren durch und finden Halt. Der Ring kann ohne Beeinträchtigung der Pflanze einfach durch neues Knoten der Schnüre nach oben gezogen werden.

• Die Rittersporne schneiden Sie nach der Blüte bis auf ca. 10 cm über dem Boden zurück und düngen noch einmal. Sie können dann mit einer schönen Nachblüte rechnen. Das funktioniert auch bei Lupinen, wenn Sie die verblühten Kerzen rechtzeitig oberhalb des letzten Blattes abschneiden. In den Blattachseln entwickeln sich neue, zwar kleinere, aber nicht minder schöne Kerzen.

• Natürlich sollen Sie jetzt auch die herrlichsten Sträuße schneiden. Achten Sie dabei darauf, einzelne Pflanzen nicht zu sehr zu „plündern”, sie werden dadurch geschwächt. Schwertlilien gehören zu den edelsten Vasenblumen. Legen Sie immer ein schützendes Papiertuch unter diese Blütenstände. Iris tropfen beim Verblühen und der farbige Pflanzensaft hat schon manche Tischdecke ruiniert.

• Anfang Juni kann man auch noch „schnelle”“ Sommerblumen mit kurzer Entwicklungszeit säen. In diesen Frühsommerwochen wächst alles rasch. Es ist auch sehr schön, wenn die letzten Einjahresblumen noch durch den Herbst leuchten. Versuchen sie es einmal mit Ringelblumen, Jungfer im Grünen, Schleifenblumen, Mandelröschen (Clarkia), Bechermalven, Wicken, Duftsteinrich und Reseda.

• Die meisten Zwiebelblumen haben nun gelbes Laub bekommen, das sich wie von selbst löst. Zupfen Sie die Blätter, die ihren Dienst getan haben aus, und überlassen Narzissen, Krokusse und all die anderen Zwiebelblumen nun der verdienten Ruhepause in der Erde. Nur dort, wo die Blütenkraft nachlässt, sollte man Tulpenzwiebeln mit der Grabgabel vorsichtig aus der Erde nehmen. Sie werden an einem schattigen Platz getrocknet, auseinandergenommen und bis zum Herbst warm und trocken aufbewahrt. Dann mit genügendem Platz wieder einpflanzen damit sich Zwiebel und Blüten wieder kräftig entwickeln.

• Der Rasen wächst nun auch sehr kräftig und muss regelmäßig geschnitten werden. Der Grasschnitt eignet sich in dünnen, lockeren Schichten sehr gut zum Mulchen unter Beerensträuchern und Obstbäumen. Im Juni sollten Sie den Rasen auch noch einmal düngen und bei Trockenheit wässern.

Foto: Elke Sawistowski/pixelio.de

 

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