Wieviel Regen fällt bei mir?

Regenmesser vor Gartenzaun
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Regen bringt Segen: Das Sprichwort bezieht sich zwar auf „sich bewegen“, doch für den Gärtner ist der Regen, das Nass von oben, ebenfalls ein Segen. Wieviel Regen fällt, ist von Region zu Region sehr verschieden und ändert sich möglicherweise mit der Zeit. Ein Regenmesser gibt Gärtnern Jahr für Jahr Aufschluss über die Entwicklung der Niederschläge.

Regen wird entweder in Millimeter oder in Liter pro Quadratmeter gemessen:
Ein Millimeter (mm) Regen auf einem Quadratmeter entspricht einem Liter Regen auf einem Quadratmeter (l/m²).

Der meiste Niederschlag fällt in Mitteleuropa von Frühjahr bis Herbst, doch in den vergangenen Jahren zeichnet sich ein Trend zu verstärkten Niederschlägen im Winter ab. Der gefrorene Boden kann das Wasser nicht völlig aufsaugen, daher kommt es zu Überschwemmungen. Je nach Region fällt unterschiedlich viel Regen, die Spannweite in Deutschland reicht von 400–2400 mm pro Jahr. Wieviel fällt, hängt von der Höhenlage und sonstigen topografischen Einflüssen ab.

In der Magdeburger Börde, dem Thüringer Becken oder der Uckermark regnet es unter anderem deshalb weniger als weiter westlich, weil sich die vom Atlantik kommenden Wolken auf dem Weg nach Osten abregnen. Am meisten regnet es in Höhenlagen, in den Alpen sind Niederschläge von 1800–2200 mm normal. Auch im Schwarz­wald, Thüringer und Böhmer Wald regnet es reichlich.

Wie viel es regnet, messen Gärtner mit einem Regenmesser. Der sollte frei im Garten stehen, nicht unter oder neben Bäumen oder Gebäuden. In Baumärk­ten und Gartencentern gibt es verschiedene Modelle. Praktisch sind solche mit einer großen, aus mehreren Metern Entfernung gut lesbaren Mess-Skala. Wird der Regenmesser entsprechend aufgestellt, kann man ihn vom Fenster aus bequem ablesen, während man selbst im Trockenen sitzt.

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