Wilder Früchte-Tee selbstgemacht

Leseprobe aus kraut&rüben 10/2017

Wilder Früchte-Tee selbst gemacht - Leseprobe aus k&r 10/2017

Selbst gesammelt, getrocknet und zubereitet, schmecken Wildfrüchte im Tee noch mal so gut.

Wer Berberitze, Weißdorn, Hagebutte und Co nun erntet, mit Obstschalen sowie Kräutern mischt und mit heißem Wasser überbrüht, genießt fruchtige Tees mit vollem Aroma.

Elisabeth Doll sitzt auf einer Holzschaukel in ihrer Streuobstwiese, genießt das sanfte Herbstlicht und nippt an ihrer Tasse: „Haustees mit Wildfrüchten habe ich schon als Kind gerne getrunken. Solche Mischungen haben bei uns Tradition, schließlich wärmen sie im Winter von innen heraus und stärken die Abwehrkraft.“

Die Landfrau erntet rund um ihren Einsiedlerhof bei Weilheim: In Wildstrauchhecken, die den Garten umschließen und entlang der lichten Waldwege, die zum Wieshof führen, sind Hagebutten, Berberitzen und Weißdornbeeren reif. Im Hoch- und Spätsommer hat sie bereits Felsenbirnen vom Hausbaum neben dem Kräutergarten gezupft, Holunderbeeren von den Sträuchern neben ihrer Scheune geschnitten und Vogelbeeren vom Baum, der in der Streuobstwiese steht, gesammelt.

Vor dem Ernten lässt sie sich Zeit, beobachtet über mehrere Tage hinweg das Reifen der Früchte und behält den Witterungsverlauf im Blick: „Es lohnt sich abzuwarten, am besten mehrere Sonnentage hintereinander, dann sind die Wilden vollreif, noch nicht matschig, intensiv im Aroma und reich an wertvollen Inhaltsstoffen.“ Ist der richtige Zeitpunkt gekommen, schneidet sie kugelrunde, ovale oder flaschenförmige Früchte in Orange bis Dunkelrot mit einer scharfen Schere, legt das Sammelgut in ihren Weidekorb und bringt es rasch ins Haus, damit es prall und saftig bleibt. Mindestens ein Drittel vom Behang lässt die Bäuerin am Strauch, damit Vögel und Kleinsäuger auch die Möglichkeit haben, für kalte Tage vorzusorgen.

Die Ernte wäscht die Bäuerin mit reichlich Wasser, legt sie anschließend zum Abtropfen auf ein Baumwolltuch und sortiert braune, angestoßene und verschimmelte Früchte aus. Die Kräuterpädagogin empfiehlt, nur abseits von Straßen an möglichst unbelasteten Orten zu ernten, niemals Äste abzubrechen und nur solche Früchte zu bergen, die man sicher erkennt. Beim Pflücken von Weißdorn, Berberitze und Hagebutte empfiehlt sie Handschuhe.

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