Willkommen im Paradies!

Schmetterlinge werden besonders von einfachen Blüten und süßem Duft angezogen. 
 
Wer freut sich nicht über Schmetterlinge, die von einer Pflanze zur anderen fliegen und dabei neben ihren Flugkünsten ihre schönen Flügel zur Schau stellen. Doch wer von ihrer Schönheit belohnt werden möchte, muss für die richtige Pflanzenwahl sorgen.
 
Wie lockt man die bunten Gaukler am besten an?
 
Schmetterlinge werden besonders von kräftig leuchtenden, einfachen Blüten und süßem Duft angezogen.
 
Eine der beliebtesten Pflanzen für Schmetterlinge ist der Sommerflieder (Buddleja davidii) mit seinen lilafarbenen Blüten. Da der Strauch von besonders vielen Schmetterlingsarten besucht wird, nennt man ihn auch Schmetterlingsstrauch. 
 
Hecke für Gauckler
 
Die Buddleja eignet sich auch für die Entstehung einer Hecke. Eine Schmetterlingshecke hat mehrere Vorteile. Mit Gehölzen wie Liguster (Ligustrum vulgare), der Nektar bietet, schafft man darüber hinaus einen Windschutz, denn Schmetterlinge lieben es warm und sonnig. Am besten lässt man die Hecke locker wachsen und verpasst ihr keinen Formschnitt.
 
Auch einheimische Gehölze wie Felsenbirne (Amelanchier), Haselnuss (Coryllus avellana), Vogelkirsche (Prunus avium) oder verschiedener Weiden (Salix) können zur  Arterhaltung von Schmetterlingen beitragen. 
 
Das Geißblatt (Lonicera), eine Kletterpflanze, ist für Nachtfalter ein Anziehungsmagnet, da ihre Blüten besonders abends duften.

Stauden mit einem ausgeprägten Nektar-Gehalt:
 
Blaukissen (Aubrietia)
Edeldistel (Eryngium),
Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis)
Fetthenne (Sedum)
Flammenblume (Phlox)
Flockenblume (Centaurea)
Pfingstrose (Paeonia)
Goldrute (Solidago virgaurea) 
Lavendel (Lavendula)
 
Eine ideale Nahrungsquelle sind Kräuter wie:
 
Majoran (Origanum vulgare)
Salbei (Salvia)
Thymian (Thymus)
Ysop (Hyssopus officinalis)
 
Obstgehölze
 
Sie lassen sich auch in Kübeln pflanzen und dienen als Nektarpflanze und auch als Naschgehölz wie z.B.
 
Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) 
Himbeere (Rubus idaeus) 
 
Wer viele heimische Schmetterlinge anlocken möchte, muss ihre biologische Entwicklung kennen. Ohne Raupen gibt es keine Schmetterlinge. Schmetterlinge durchlaufen vier Phasen. Das Ei wird zur Raupe, die wiederum verpuppt sich und aus der Puppe entwickelt sich der fertige Falter.
 
Für den Bestand der Schmetterlinge ist es wichtig, dass neben Duft- und Nektarpflanzen auch Futterpflanzen in der näheren Umgebung stehen, denn die Schmetterlinge leben generell auf engem Raum. So sind Brennnesseln, Disteln oder Flockenblumen Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Verlockend nicht nur für Raupen sondern auch für die Falter sind viele blühende Kräuter.
 
Übrigens, wer im Winter etwas Laub unter den Gehölzen liegen lässt, schafft einen geschützten Raum für die Überwinterung von Eiern, Puppen und Raupen der Schmetterlinge.
 
Unterschiedliche Geschmäcker
 
Jede Raupe hat ihren eigenen Vorlieben. So werden Brennnesseln gerne vom Admiral, dem Kleinen Fuchs oder dem Tagpfauenauge besucht, das Geißblatt vom Kleinen Eisvogel. Den Schwalbenschwanz zieht es zu Fenchel und Dill und Apollo liebt die Fetthenne. Zu den Gehölzfaltern zählen der C-Falter, der Zitronenfalter, der Große Fuchs, der Kaisermantel oder der Faulbaum-Bläuling.
 
Foto: Almut Bieber / pixelio.de

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