Winterfütterung

Winterfütterung
Der Stieglitz, auch Distelfink genannt, liebt geschälte Sonnenblumenkerne - Foto: mbd / pixelio.de

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Vögel im Winter füttern.

Regelmäßig füttern

Sobald Sie füttern, sollten Sie es möglichst regelmäßig tun! Wird die Fütterung unterbrochen, besteht die Gefahr, dass die an den Platz gewöhnten Tiere verhungern. Das kann manchmal schon nach einem Tag ohne Futter sein.

Futter trocken halten

Das Futter muss vor Feuchtigkeit geschützt sein, damit es nicht verdirbt und keine Seuchen ausbrechen. Bauen Sie das Häuschen so auf, dass das Futter auch bei Regen und Schnee nicht nass wird.

Stets sauber halten

An großen Futterstellen tritt häufig die Salmonellenerkrankung auf, deshalb sind mehrere kleine Futterstellen günstiger als eine große.

Finden Sie tote Vögel, reinigen Sie das Futterhaus gründlich mit kochendem Wasser mit      1 % Indicin (Apotheke) und stellen es erst nach ein bis zwei Tagen wieder auf.

Kein Speck – kein Salz – kein Brot!

Grundsätzlich ungeeignet sind alle gewürzten und gesalzenen Speisen, wie z.B. auch Speck. Schon geringe Salzmengen führen zum Tod der Vögel. Auch Brot ist ungeeignet, da es im Magen der Vögel aufquillt.

Vorsicht Katzen

Futterstellen mit genug Abstand von Gebüschen einrichten, damit sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können.

Das können Sie füttern:

Weichfutterfresser (Rotkehlchen, Amsel, Star, Zaunkönig) suchen sich ihre Nahrung bevorzugt am Boden; dafür eignen sich Äpfel, Birnen, Rosinen, getrocknete Wildbeeren (Holunder, Eberesche), Weizenkleie und Haferflocken.

Futter, das Feuchtigkeit enthält, kann leicht gefrieren und dann schädlich für die Tiere sein. Obst sollte daher immer frisch ausgelegt und rechtzeitig wieder entfernt werden.

Für Körnerfresser (Meisen, Dompfaffe, Kernbeißer, Finken, Sperlinge) eignen sich Futterhäuschen, Futterglocken und Meisenringe. Sie mögen Sonnenblumenkerne, Hafer, Hirse, Getreidekörner, gehackte Nüsse (Erd- und Haselnüsse), Hanfsamen.

Für alle Vogelarten geeignet sind Weizenkleie und Rindertalg:

Den klein geschnittenen Rindertalg erhitzen und ausschmelzen, aber nicht zu heiß werden lassen. Die Weizenkleie dazumischen; Mischungsverhältnis: 1 bis 2 Gewichtsteile Rindertalg und 1 Teil Weizenkleie. Mit einem Schuss Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl) bleibt der Talg auch bei Frost geschmeidig.

Beliebt sind auch Haferflocken, die kurz in heißes Öl getaucht werden.

Reichlich Weichfutter geben

Körnerfresser können auch Weichfutter aufnehmen, deshalb sollte das Weichfutter überwiegen. Es gibt aber auch ein paar flexible Weichfutterfresser, wie Meisen, Kleiber und Specht, die sich im Winter auf Körner umstellen können.

Eulen und Greifvögel

Bei einem langen und strengen Winter und bei hoher Schneelage kann die Fütterung von Eulen und Greifvögel einen Beitrag zum Überleben der Art leisten. Sie helfen ihnen, indem Sie in der freien Feldflur oder am Waldrand einige Quadratmeter Fläche frei schaufeln und darauf Druschabfälle oder Getreidekörner streuen. Die dadurch angelockten Mäuse dienen Eulen und Greifvögeln als Nahrung.

Wasservögel

Wasservögel, wie zum Beispiel Schwäne, Enten und Gänse finden in der Regel genügend Futter in der Natur. Sind Seen und Teiche zugefroren, hilft den Wasservögeln eine zusätzliche Fütterung.

Geeignetes Winterfutter ist Getreide, Kleie und Hühnerfutter. Auch weiche Kartoffeln, Rübenstückchen und Eicheln sind möglich.

Lesen Sie dazu auch die Tipps von Nabu und Tierschutzbund:

Pro und Kontra Vogelfütterung:
>> Deutscher Tierschutzbund

Tipps für die Fütterung:
>> Nabu

Foto: mbd / pixelio.de

 

Teilen