Winterkräuter

In der kalten Jahreszeit frische Kräuter ernten? Das ist durchaus möglich!
 
An milden Tagen ein Gang durch den Garten bringt immer eine kleine Ernte ein.
So manches „Unkraut“ lässt sich vortrefflich in der Küche nutzen:

Frisch auf den Tisch

Da wäre zum Beispiel das Gänseblümchen (Bellis perennis). Die Blüten eignen sich als essbare Salat- oder Suppendekoration mit leicht nussartigem Aroma.

Die Vogelmiere (Stellaria media) blüht während des ganzen Jahres, auch im Winter, wenn die Temperaturen nicht tiefer als 0 °C liegen. Sie hat unauffällige winzige, weiße Sternblüten und grasgrüne, kleine weiche Blätter. Vogelmiere enthält viel Vitamin C sowie Zink, Kieselsäure und Kalium. Damit sie nicht mit dem ungenießbaren Spark (Spergula arvensis) verwechselt wird, sollte man sie nur zur Blütezeit ernten.

Der Weinberglauch (Allium vineale) treibt auf Wiesen und an Wegrändern. Den wintergrünen Lauch kann man auch im Garten ansiedeln. Sein  herzhaftes Aroma, eine Mischung zwischen Knoblauch und Schnittlauch, passt hervorragend zu einer Reihe von Wintergerichten. Besonders gut schmeckt er zu kurz in Butter und Öl gebackenen Garnelen

Die Weiße Taubnessel (Lamium album) ist an Waldrändern, in Gebüschen und in Gärten weit verbreitet. Die großen, weißen, nektarreichen Lippenblüten zeigen sich noch im späten Herbst, manchmal bis in den Winter hinein. Die Triebspitzen lassen sich ganzjährig pflücken. Sie schmecken leicht nussig und bitter und   sind als Beigabe zu vielen Wildkräutergerichten und Salaten gut geeignet.

Löwenzahn (Taraxacum officinale), der meist reichlich wächst, kann man auch aussäen, wie etwa ‚Pissenlit A Coeur Plein’, eine französische Feinschmeckersorte. Frisch geerntet oder im Herbst ausgegraben und im Winter im Haus angetrieben wie Chicorée ist er wesentlich milder als der wilde Löwenzahn. Löwenzahn ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und sollte viel häufiger auf dem Salatteller erscheinen.

 
 
 
Fotos: Rosel Eckstein, Gabriela Neumeier; / pixelio.de 
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