Winterportulak

Eines der wenigen Gemüse, das sogar im Winter wächst. 
 
Die fleischigen Blätter sehen aus wie kleine, etwas verbogene Schirme. Deshalb wird das Gemüse auch Tellerkraut genannt.
 
Weitere Namen lauten Winterportulak, Kubaspinat oder Postelein (Winterpostelein).  Die einjährige Pflanze wächst wild an den Küsten Nordamerikas. Seit einigen Jahrzehnten erfreut sie sich in Mitteleuropa immer größerer Beliebtheit. Denn sie ist unkompliziert, robust und sehr wuchsfreudig.
 
Mag Kälte, keine Wärme
 
>> Der Winterportulak übersteht Temperaturen bis –20 °C, Wärme dagegen verträgt er nicht.
 
>> Seine Samen laufen nur auf, wenn die Temperaturen unter 12 °C liegen.
 
>> Deshalb keimt er selbst noch um diese Jahreszeit, wenn man ihn im Frühbeetkasten, unter Vlies oder Glashaus aussät.
 
>> Er wächst dann zwar nicht so zügig wie Septembersaaten, doch sofern die Temperaturen zwischen 4–8 °C liegen, legt er Tag für Tag gemächlich zu.
 
>> Er ist reif für die erste Ernte, sobald er etwa fingerhoch ist.
 
>> Wenn man nicht zu tief schneidet, wächst er nach und liefert nochmalige Ernte.
 
>> Wer nur kleinere Mengen benötigt, zum Beispiel etwas Grün fürs Käsebrot, zupft nur einzelne Blättchen ab.
 
Enthält viel Vitamin C
 
Man kann das Tellerkraut aber auch in einer Saatschale satzweise wie Kresse oder Rauke ziehen und auf diese Weise für frisches Grün in der Küche sorgen.
 
Ab dem Frühjahr gerät Winterposteleien in Blühstimmung und liefert keine Ernten mehr.
 
Im Garten samt er sich gerne selbst aus. Wer das verhindern möchte, kappt die Blütenstände, bevor die Samen reifen.
 
Winterportulak enthält sehr viel Vitamin C, reichlich Mineralstoffe, Carotinoide und Vitamin B. Das macht ihn so wertvoll, vor allem im Winter, wenn frisches Grün knapp ist und das Immunsystem unter Dauerbeschuss steht.
 
 
Winter-Portulak, Winter-Posteleien, Kuba-Spinat oder Tellerkraut (Montia perfoliata) ist ein winterhartes Portulakgewächs, das ähnlich wie Feldsalat oder Spinat angebaut, geerntet und verwendet wird.
 
 
Teilen