Wunderbarer Beinwell

Wunderbarer Beinwell - Foto: Thomas Launois - Fotolia.com

Beinwell gedeiht in jedem Boden. Die Pflanze ist für Biogärtner unentbehrlich.

Beinwell oder auch Comfrey eignet sich hervorragend zum Düngen und für pflanzenstärkende Spritzungen.

Beinwell oder Comfrey

Hierzulande kursieren mehrere Comfrey-Variationen: Einige botanischen Fachbücher bezeichnen den Rauen Beinwell (Symphytum asperum) als Comfrey. Andere beziehen diesen Namen auf Kreuzungen zwischen dem Rauen und unserem einheimischen Beinwell (Symphytum officinale).

Für den Gärtner jedenfalls ist Comfrey unentbehrlich. Egal ob schwerer Lehmboden, leichter Sandboden, feuchter oder trockener, sonniger oder schattiger Standort, saure oder kalkhaltige Erde, Comfrey gedeiht in jedem Gartenboden.

Verwendung im Garten

Einem Gärtner, der sich einmal die Pflanze in den Garten geholt hat, bleibt nur noch das regelmäßige Ernten der Blätter. Er schneidet den Comfrey je nach Wüchsigkeit mehrmals im Jahr, um die Blätter als Mulch oder zum Verjauchen zu verwenden. Ansonsten würde die Pflanze zu mächtig in die Breite und Höhe wachsen. Ohnehin beansprucht sie leicht einen Quadratmeter für sich. Beinwell-Blätter sollten vor der Blüte geschnitten werden und für die Entwicklung einer buschigen Pflanze müssen Blütenstände ausgebrochen werden.

Die Pflanzenjauche nimmt der Biogärtner zum Düngen und für pflanzenstärkende Spritzungen. Er legt die Blätter den mehltaukranken Stachelbeeren zu Füßen, damit sie widerstandfähiger und robuster werden.

Die nährstoffreichen Blätter, klein geschnitten oder ganz, eignen sich besonders gut als Mulch für die Starkzehrer unter den Gemüsearten wie Tomaten, Paprika, Sellerie, Kopfkohl, Kartoffeln.

Der Mulch beschattet den Boden, solange die Pflanzen noch klein sind; außerdem liefert das sich zersetzende Material den jungen Starkzehrern wichtige Nährstoffe.

Auch den Tieren tun die Blätter gut. Ob Hund, Katze, Schwein, Rindvieh, Hühner oder Regenwurm, alle mögen Comfrey-Futter und es tut ihnen offenbar gut. Beinwellkost steht regelmäßig auf dem Diätplan englischer Rennpferde.

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