Wurzelausläufer

Was tun, wenn Gehölze wie Rosen, Flieder oder Sanddorn Wurzeln schlagen?
 
Einige Sträucher und Bäume verlassen sich nicht nur auf ihre Samen, um das Fortbestehen ihrer Art zu sichern, sondern bilden außerdem noch zahlreiche Wurzelausläufer.
 
Diese Triebe entstehen aus den Wurzeln, und zwar oft mehrere Meter vom Gehölz entfernt. Die Sprösslinge schlagen bald eigene Wurzeln und ernähren sich nach einigen Jahren unabhängig vom Mutterbaum.
 
Zu den Gehölzen, die Sprösslinge aus den Wurzeln treiben, zählen:
 
>> Flieder
>> Essigbaum
>> Pappel
>> Sanddorn
>> Schlehe
>> Weide
>> Zwetschge
>> Rosen (wurzelechte)
 
Was Sie nicht tun sollten:
 
>> die Ausläufer abhacken,
>> sie mit dem Rasenmäher abrasieren,
>> sie mit der Schere entfernen.
 
All diese Maßnahmen fördern die erneute Ausläufer-Bildung.
 
Ausläufer ausreißen!
 
Längerfristigen Erfolg hat man, wenn man die Basis der Ausläufer freilegt und die Triebe ausreißt. Dabei entfernt man auch schlafende Augen am Triebende. Beim Abhacken oder Abschneiden bleiben diese Knospen unbeschädigt und treiben aus. Statt eines Ausläufers sprießen dann zwei, drei oder noch mehr. Wo es möglich ist, kann man die Ausläufer- Bildung auch durch das Auslegen von Mulch -papier oder -folie unterbinden, da dies die Sprösslinge vom Licht abschneidet.
 
Sofern es den Bäumen gut geht, solange sie ungestört wachsen dürfen, sie genug Licht und Nährstoffe erhalten und lockere, gut durchlüftete Erde ihre Wurzeln umgibt, vergeuden sie keine Energie, um Wurzel- Ausläufer zu bilden.
 
Die Sprösslinge entstehen, wenn die Bäume unter Stress stehen, wie
 
>> enger Stand,
>> Verletzung der Wurzeln durch tiefes Hacken oder durch den Rasenmäher,
>> starker Schnitt,
>> wenn nach dem Fällen des Baumes der Wurzelstrunk im Boden bleibt.
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