Zeit der Wurzelernte

Zeit der Wurzelernte
Das Inulin aus der Alantwurzel wirkt probiotisch und unterstützt die Verdauung - Foto: vodolej / stock.adobe.com

 

Wurzelkräuter ernten Sie im Herbst, wenn die Blätter und Fruchtstände der Pflanzen absterben, aber noch gut erkennbar sind.
Wurzelkräuter können je nach Pflanzenart verschiedenen Bereichen des Körpers helfen. Wenn Sie diese nützlichen Kräuter richtig ernten und trocknen, steht ihrer heilenden Wirkung nichts mehr im Wege.
Wählen Sie möglichst einen Zeitpunkt nach warmen trockenen Tagen bei abnehmenden oder absteigendem Mond (das fördert die Haltbarkeit der getrockneten Wurzeln).
Reinigen Sie die Wurzeln gründlich mit Wasser und Wurzelbürste und schneiden Sie kranke, faulige, verletzte Stellen und zu feine Würzelchen weg. Dicke Wurzeln oder Rhizome brauchen als ganzes Stück sehr lange, bis sie vollständig durchgetrocknet sind. Wenn die Umgebung nicht warm und trocken genug ist, schimmeln sie leicht. Deshalb spalten Sie sie der Länge nach und teilen sie zusätzlich in kleine Stücke.
Sie können Wurzeln auch in dünne Scheiben und wie Apfelringe schneiden auf einer Schnur zum Trocknen aufhängen. Als Trocknungsorte eignet sich der Kachelofen, der Heizungskeller (wenn er nicht nach Öl riecht), ein Dörrapparat oder Ofen (auf allerhöchstens 50 Grad eingestellt) und sogar an der Sonne unter dem Dachvorstand dürfen Sie Wurzeln dörren. Hauptsache die Luft ist möglichst warm und trocken.

Lagern Sie die getrockneten Wurzeln dunkel und in geschlossenen Gefäßen, damit sie nicht von Schädlingen wie Getreidemotten befallen werden.

Folgende Wurzelkräuter graben Sie im Herbst aus:
Pflanzenarten und ihre wichtigsten Wirkungsbereiche
 
Alant (Inula helenium): Bronchien, Magen, Verdauung
Engelwurz (Angelika spec.): Magen, Darm
Baldrian (Valeriana officinalis): Nerven, Psyche
Beinwell (Symphytum off.): Knochen, Sehnen
Blutwurz (Potentilla erecta): gegen Durchfall, Wundheilung
Eibisch (Althaea off.): Bronchien
Engelsüß (Polypodium vulgare): Bronchien, Blutreinigung
Enzian (Gentiana lutea): Magen, Verdauung
Ginseng (Panax ginseng): Immunsystem, Lebenskraft
Kalmus (Acorus calamus): Magen, Darm
Klette (Arctium lappa): Leber, Galle, Haare
Meerrettich (Armoracia rusticana): Verdauung
Nelkenwurz (Geum urbanum): Fieber, Blutungen, Verdauung
Quecke (Agropyron repens): Haut, Blutreinigung
Süßholz (Glycyrrhiza glabra): Magen
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