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Romantische Blüten am Zaun

Manche Stauden wollen offenbar ganz genau wissen, was auf der Straße vor sich geht. Wir stellen Ihnen die Zaungucker vor.

Leuchtend blauer Eisenhut (Aconitum) schmückt einen Holzzaun
Der leuchtend blaue Eisenhut (Aconitum) sorgt für einen Hingucker über dem verwitterten Holzzaun. Aber Achtung: er ist giftig!

Pfirsich-Glockenblume (Campanula persicifolia), Eisenhut (Aconitum) oder Storchschnabel (Geranium) beispielsweise strecken einmal eingewachsen gerne einmal ihre Blütenköpfchen durch Lücken im Zaun. Ein ländlicher Garten mit verwittertem Lattenzaun aus Holz eignet sich perfekt für eine romantisch-verspielte Gestaltung.


Den Zaun blütenreich gestalten

Während hohe Stauden wie Stockrosen (Alcea) oder Rittersporn (Delphinium) sich auf dem Zaunrand abstützen, lugen niedrigere Stauden wie Katzenminze (Nepeta), Frauenmantel (Alchemilla) oder Sterndolde (Astrantia) im Bodenbereich zwischen den Latten hervor.

Filigran oder eindrucksvoll

Staudenfachfrau Cornelia Augustin aus dem oberfränkischen Effeltrich hat eine besondere Vorliebe für filigrane Pflanzen, die den Zaun mit einem zarten Blütenschleier umweben: "Die Prächtige Wiesenraute (Thalictrum rochebrunnianum) ist eine Staude nach meinem Geschmack. Ihre rosafarbenen Blütenrispen sind locker aufgebaut und wirken wunderbar transparent." Auch Prachtkerze (Gaura) oder Riesen-Schuppenkopf (Cephalaria gigantea) bringen auf romantische Weise Höhe in die Gestaltung. Doch auch das Gegenteil kann seine Berechtigung haben. Insbesondere hohe, massive Zäune brauchen oft entsprechend starke, optisch klar umrissene Pflanzpartner, weiß Cornelia Augustin aus Erfahrung. Dann sind wüchsige Stauden wie der Wasserdost (Eupatorium), der Garten-Bergknöterich (Aconogonon speciosum) oder Bänder aus Gräsern die richtige Wahl. Das elegante Chinaschilf 'Morning Light' (Miscanthus sinensis) zum Beispiel, aber auch Bambus passt gut zu großzügigen Grundstücken mit modernen Gebäuden.

Farbenfroh und überraschend

Wer kräftige Farben liebt, wird im Reich der Korbblütler fündig: Stauden-Sonnenblumen (z. B. Helianthus microcephalus 'Lemon Queen'), Sonnenhut (Rudbeckia) und Sonnenbraut (Helenium) empfiehlt die Expertin allen Gartenfreunden, die eine fröhlich-bäuerliche Anmutung lieben, aber auch in naturnahe Gärten passen diese Stauden exzellent.Ihr persönlicher Tipp:" Erlauben Sie es Pflanzen wie Spornblume (Centranthus), Akelei (Aquilegia) oder Argentinischem Eisenkraut (Verbena bonariensis) sich selbst auszusäen. So können Sie schon im Winter gespannt sein, wo die Pflanzen im nächsten Jahr wieder auftauchen."

Rankpflanzen als Zaunschmuck

Eine gelungene Zaungestaltung muss sich nicht zwangsläufig in der Senkrechten abspielen, auch die Waagerechte hat ihre Reize: Rankende Blütenpflanzen wie Stauden-Wicken (Lathyrus latifolius), Kletternde Herzblume (Dicentra scandens) oder Stauden-Waldreben (z. B. Clematis heracleifolia, C. recta, C. x jouiniana) wirken allerliebst, wenn sie den Zaun entlangranken dürfen, so Cornelia Augustin. Bis sich die Staudenschönheiten etabliert haben, lenken Schnellstarter die Blicke auf sich: Witwenblume (Knautia), Bartfaden (Penstemon) oder Buschmalve (Lavatera) klettern zwar nicht, sind dank ihrer hübschen Blüten aber ein ebenso netter Blumengruß an Passanten und den Gartenbesitzer.“
 

 

 

 

 

 

 

 

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